Dienstag, 01. September 2009

Waldrandgestaltung im Stift Zwettl

Waldrandgestaltung

DI Engelbert Kronsteiner

Am Stift Zwettl bemüht man sich seit Jahren unter der forstlichen Leitung von DI Engelbert Kronsteiner, die Wälder durch waldbauliche Maßnahmen stabiler und artenreicher zu machen. Neben der Einbringung von Mischbaumarten ist hier vor allem der Versuch der Waldrandgestaltung zu nennen, der die Artenvielfalt für Fauna und Flora erheblich erhöht. Vor allem an Feld-Wald-Grenzen steht man grundsätzlich vor dem Problem, wie weit man hier mit dem Wirtschaftswald an die Freifläche herangehen soll. Schließlich kommt es durch seitliche Beschattung sowie Nährstoffentzug durch weitreichende Baumwurzeln zu einer Degradierung. Deshalb versucht man im Stift Zwettl nun, in solchen Fällen den Waldrand aktiv zu gestalten. Die Wirtschaftswald-Aufforstung beginnt erst rund 10 m hinter der Feld-Wald-Grenze. Dazwischen wird ein heckenähnlicher Streifen aus Sträuchern, Obstbäumen und anderen kleinwüchsigen Holzgewächsen installiert, in dem sich nicht nur Kleinlebewesen wohlfühlen. Es leben dort von Natur aus „Nützlinge“, die z.B. auch einer Borkenkäferkalamität vorbeugen helfen können.

waldrandgestaltung2

Bei der Waldrandgestaltung des Stiftes Zwettl wird zwischen Feld und Wirtschaftswald ein rund 10 m breiter Gehölzstreifen angelegt, um die ökologische Vielfalt zu steigern.