Sonntag, 21. März 2010

Marderhund und Waschbär in Österreich – Monitoring durch Jäger

Marderhund (Enok) und Waschbär zählen in Europa zu den so genannten Neozoen. Sie gehören also zu den nicht-einheimische Tierarten, die mit menschlicher Hilfe nach Europa gelangt sind, hier aber sehr gut alleine überleben können. Mehr noch: sie vermehren sich fleißig und breiten sich weiter aus. In Österreich wurden diese Neubürger erstmals in den 50er und 70er Jahren nachgewiesen. Über ihre aktuelle Verbreitung und ihre Lebensgewohnheiten ist hierzulande aber nur wenig bekannt. Und das, obwohl so genannte invasive Arten in dem Ruf stehen, das heimische Ökosystem zu beeinflussen und ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darzustellen.

Um diese Fragen zu klären, führt das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie einProjekt zur Erfassung der aktuellen Marderhund- und Waschbärbestände durch. Darüberhinaus sollen die weiteren Ausbreitungstendenzen dieser gebietsfremden Tierarten undderen Einfluss auf die heimische Fauna und die menschliche Gesundheit eingeschätztwerden.

Dabei brauchen wir Ihre Hilfe: Bitte melden Sie uns gesehene, erlegte, überfahrene (etc.) Marderhunde und Waschbären mit Hilfe des beigefügten Fragebogens. Bitte benachrichtigen Sie uns auch, wenn Sie uns Probematerial (Tierkörper bzw. Kerne) für weitere Untersuchungen zur Verfügung stellen können.

Weitere Informationen erhalten sie unter www.enok.at, info@enok.at oder unter der Telefonnummer 01-4890915-216.

PDFFragebogen
Marderhund und Waschbär BOKU