Mittwoch, 12. Mai 2010

Österreich will neues Bauernopfer

Da bei der Kürzung des Agrarbudgets auch die EU-Gelder einbezogen werden, müssten nach den aktuellen Plänen die nationalen Mittel überproportional beschnitten werden, rechnet Kammergeneral August Astl. Demanch würden die nationalen Mittel 2011 um 77 Mio. (-8,9 %), 2012 um 123 Mio. (-14,3 %), 2013 um 143 Mio. (-16,5 %) und 2014 um 161 Mio. (-18,7 %) gekürzt werden. Unabhängig davon ist das Einkommen der Bauern 2009 wegen des Preisverfalls der landwirtschaftlichen Produkte um 20 % gesunken.

Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich, der EU-weit gemeinsam budgetiert wird. Deswegen ist der Agraranteil am reinen EU-Budget mit 63 % im Jahr 1990 relativ hoch gewesen. Bis 2013 sinkt dieser Anteil von 50 Milliarden auf 30 % oder nur noch 0,46 % der gesamten Wirtschaftsleistung (BIP) der EU.