Aus der Jagd, aus dem Sinn

 

 

Arten können natürlich auch ohne Bejagung erhalten werden, dennoch steht klar fest: Wenn man Jägern verbietet, Schneehühner zu bejagen, gehen das Interesse und das Wissen um sie verloren. Dann gibt es niemanden mehr, der die so wichtige Bestandeszählung macht.


Geht es um Schneehühner in Österreich, dann kommt dabei eines ganz klar zum Vorschein: Dort, wo die Jagd eingestellt wurde, gibt es kaum noch Informationen über diese Wildart – man weiß fast nichts. Nimmt man Auerhuhn und Schneehuhn als Beispiele, dann ergibt sich im Vergleich mit unseren Nachbarländern ein spiegelverkehrtes Bild. Während wir in Österreich noch gut über Vorkommen, Entwicklung und Balzplätze von Auerhühnern Bescheid wissen, ist der Bezug zu dieser Vogelart in Graubünden oder Südtirol verloren gegangen. Geht es jedoch um Schneehühner, die in Graubünden oder Südtirol noch bejagt werden, dann findet man in Österreich genau das Gegenteil: Während die Schweizer und die Südtiroler gute Einblicke in die Entwicklung ihrer Schneehuhnbestände haben, wissen wir in Österreich fast nichts mehr darüber. Damit soll nicht gesagt sein, dass die Jagd Voraussetzung für die Erhaltung einer Wildart ist. Tatsache ist jedoch, dass jagdliches Interesse und Grundlagenwissen eng miteinander verknüpft sind. Und dieses Grundlagenwissen ist Voraussetzung, um überhaupt einschätzen zu können, wie es einer Wildart geht, wo sie noch vorkommt und was nötig ist, um sie zu erhalten. Zudem liefert Südtirol wie auch Graubünden gute Beispiele dafür, wie Schneehühner über die Jagd genutzt werden können, ohne die Art zu gefährden. Zählungen gehören heute im Alpenraum ebenso wie im Norden Europas zum Standard jeder nachhaltigen Schneehuhnjagd ...

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