{"identifier":"264b08f1-6952-4fe6-83fd-6e81c073a929","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Comment","properties":{"title":"FORSTLER &amp; J\u00c4GER","subTitle":"Junges Blut","teaserText":"","uriPathSegment":"testkommentar","dateTime":null,"images":[],"categories":[],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"24685f12-7279-487b-81b9-00e7a9ae84e9","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p>Ein wenig patschert ist die letzte Jagdzeit verlaufen. So mussten wir die Schusszeit zur G\u00e4nze ausnutzen, um den Abschuss zu erf\u00fcllen. Rehe im Schnee zu jagen, ist zwar eine wundersch\u00f6ne Sache, aber eigentlich w\u00e4re es doch besser, die St\u00fccke in der K\u00fchltruhe zu haben, bevor der Winter Einzug h\u00e4lt. Schlussendlich haben wir es geschafft.<\/p><p>Eine Hilfe waren dabei unsere Jungj\u00e4ger, die rasch fl\u00fcgge wurden und sich mit gro\u00dfem Engagement beteiligten. Der jugendliche Eifer war auch ansteckend und f\u00fchrte so zu manchem Pirschgang, den ich sonst wohl verschlafen h\u00e4tte. Als die Jagd auf das Rehwild zu Ende war, die jugendlichen Ambitionen aber nicht, wurden alte Luderpl\u00e4tze reaktiviert und schon ging\u2019s los mit dem Fuchsjagen, und als dann noch ein paar Mal Sauen auf einer Wildkamera zu sehen waren, waren die Jungj\u00e4ger ganz aus dem H\u00e4uschen. Auch wenn die jungen Herren feststellen mussten, dass ein Fuchs ein wirklich kleines Ziel ist, war der Erfolg sehenswert. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals so viele F\u00fcchse erlegt wurden, nur die Schwarzkittel waren schlauer und kamen davon.<\/p><p>Vor Beginn der Fr\u00fchjahrsjagd kamen die Jungj\u00e4ger nun an, um zu erkennen zu geben, dass sie mit dem Beginn der neuen Jagdzeit gleich wieder auf Rehwild loslegen wollten. Ganz verwundert waren sie dann, als ich da auf der Bremse stand und den Beginn der Jagd um einen Monat nach hinten verlegte. Morgens und abends bei bestem Licht steht das Wild auf den Feldern, zieht so regelm\u00e4\u00dfig aus, als k\u00f6nnte man die Uhr danach stellen, und da soll man nur zuschauen und nicht zugreifen? Das ganze Gerede von zu viel Wild und jetzt, wenn es leicht geht, soll man nicht? Die Verwirrung war gro\u00df.<\/p><p>Bis zum letzten Tag der Jagdzeit wurde auf Rehwild Druck gemacht, danach herrschte keine wirkliche Ruhe. Die tats\u00e4chliche Schonzeit war also recht gering. Auch wenn der J\u00e4ger nicht schie\u00dft, beunruhigt er. Und jetzt stehen die Rehe so vertraut auf den Feldern, dass man sie nicht gleich wieder in den Wald zur\u00fcckdr\u00e4ngen muss. Am Ende bleibt immer noch ein halbes Jahr, um rechtzeitig mit der Abschusserf\u00fcllung fertig zu werden. Wir m\u00fcssen es nur gescheiter planen als im Vorjahr. Da sollte es genug M\u00f6glichkeiten geben, um weidgerecht, waldgerecht und freudig Strecke zu machen. Unsere Jagdgesetze geben breite M\u00f6glichkeiten, um sich jagdlich zu bet\u00e4tigen. Dazu geh\u00f6ren teilweise sehr lange Schusszeiten. Die Verantwortung liegt bei uns, damit umzugehen, dass es auch zum Wohle von Wald und Wild ist.&nbsp;<\/p><p>So erkl\u00e4rte ich es auch meinen jungen Weidkameraden und viel hatten sie nicht zu entgegnen. Als mich einer davon, bei dem das J\u00e4gerblut etwas hei\u00dfer durch die Adern flie\u00dft, trotzdem etwas ungl\u00e4ubig ansah, konnte ich f\u00fcr einen kurzen Moment seine Gedanken lesen. \u201eDu alter Depp, ich will jagen gehen! Dein Gerede interessiert mich nicht!\u201c, stand gro\u00df in sein Gesicht geschrieben. Vor vielen Jahren, aber gef\u00fchlt gar nicht lange her, war ich wie er.<\/p><p style=\"text-align:right;\">&nbsp;<em>Harald Chapin<\/em><\/p>"}}]}