{"identifier":"d8845773-d9a1-4bf9-a42d-9f4269235e38","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Vaterrollen im Tierreich","subTitle":"<span>Bei den meisten heimischen Wildtieren hat der Vater eine eher unbedeutende Rolle in der Aufzucht der Jungen. Daneben gibt es auch Formen der<\/span><span>Kooperation und sogar die Umkehr der Geschlechterrollen kommt vor. Kooperation und sogar die Umkehr der Geschlechterrollen kommt vor.<\/span>","teaserText":null,"uriPathSegment":"vaterrollen-im-tierreich","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/5c070020b6f38bf2c62d88a139231cdc29d237a8\/App_Vater-1024x820.jpg","images":[],"categories":[],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"f7d0f329-f26c-42d5-947e-5241a862bce5","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Der Elternaufwand, auch elterliche Investition genannt, beschreibt in der Biologie die Anstrengungen der Eltern, die \u00dcberlebens- und Fortpflanzungschancen ihrer Nachkommen sicherzustellen. Dazu geh\u00f6ren k\u00f6rperliche Aufwendungen wie die Produktion von Keimzellen, Tr\u00e4chtigkeit und Brutpflege. In der Tierwelt variiert der v\u00e4terliche Beitrag bei der Jungenaufzucht je nach Art erheblich. W\u00e4hrend er bei einigen Arten sogar den der Mutter \u00fcbertrifft, teilen sich in anderen F\u00e4llen beide Elternteile gleichwertig die Verantwortung f\u00fcr das Heranziehen der Nachkommen. Oft beschr\u00e4nkt sich der v\u00e4terliche Einsatz jedoch auf ein Minimum. Die Frage ist: Was steckt hinter seiner F\u00fcrsorge bzw. ihrem Fehlen? Dabei wollen wir auch der Frage nachgehen, ob es im Tierreich \u00fcberhaupt so etwas wie einen \u201eguten\u201c oder \u201eschlechten\u201c Vater gibt.&nbsp;<\/p><p><strong>Engagierte V\u00e4ter bei der Aufzucht<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">V\u00e4ter, die bei der Aufzucht des Nachwuchses sogar eine gr\u00f6\u00dfere Rolle \u00fcbernehmen als die Mutter, sind im Tierreich selten. Beim Odinsh\u00fchnchen, einer Regenpfeiferart, die an der Nordsee als Durchz\u00fcgler vorkommt, sind die Geschlechterrollen vertauscht. Nachdem das Weibchen das M\u00e4nnchen mit einem auff\u00e4lligen Balzflug umwirbt, w\u00e4hlt das M\u00e4nnchen ein Weibchen und es kommt zur Befruchtung. Sind die Eier gelegt, verl\u00e4sst das Weibchen das Nest und das M\u00e4nnchen \u00fcbernimmt das Bebr\u00fcten. Die Vaterrolle ist hier von entscheidender Bedeutung, da er allein f\u00fcr die Aufzucht der Jungv\u00f6gel verantwortlich ist. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass diese Art \u00fcber einen sogenannten reversen Geschlechtsdimorphismus verf\u00fcgt. Das bedeutet, dass das Weibchen in diesem Fall nicht nur gr\u00f6\u00dfer, sondern auch auff\u00e4lliger befiedert ist.&nbsp;<\/p><p><strong>Wichtige Funktionen trotz Abwesenheit<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Bei den meisten unserer heimischen Wildtiere hat der Vater eine eher unbedeutende oder gar keine Rolle beim K\u00fcmmern um den Nachwuchs. Sein Anteil beschr\u00e4nkt sich meist auf die Weitergabe seiner Gene, w\u00e4hrend die Aufzucht des Nachwuchses haupts\u00e4chlich bei der Mutter liegt. Dennoch ist dieser genetische Beitrag von gro\u00dfer Bedeutung, da er die Grundlage f\u00fcr vitale und widerstandsf\u00e4hige Nachkommen legt. Durch die Weitergabe vorteilhafter Erbanlagen tr\u00e4gt der Vater indirekt zur Anpassungsf\u00e4higkeit seiner Nachkommen bei. Eine g\u00fcnstige Kombination aus m\u00fctterlichen und v\u00e4terlichen Genen wirkt sich beispielsweise auf die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber Krankheiten aus. Es wird dabei indirekt auch deutlich, wie wichtig es ist, dass jede Population \u00fcber vitale und ausreichend alte m\u00e4nnliche St\u00fccke verf\u00fcgt. Denn unter ihnen werden \u201edie Geeignetsten\u201c h\u00e4ufig in einer ritualisierten Auseinandersetzung ermittelt. Eine ausgewogene Altersstruktur innerhalb eines Bestandes ist daher entscheidend, da sie diesen nat\u00fcrlichen Auswahlprozess erst erm\u00f6glicht. Dieser stellt einen wesentlichen Faktor f\u00fcr Selektion und Anpassung innerhalb der Population dar.&nbsp;<\/p>"}},{"identifier":"f499ecde-f630-4b25-9097-8f601a944125","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/1ef5d827-3805-4734-9aa3-d3da382eb647","caption":""}}]}