{"identifier":"e1570161-a784-4512-b1a6-b0ed49f73383","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Stabilisierter  Beobachtungsgenuss","subTitle":"Wer kennt das nicht: das Spektiv hektisch aus dem Rucksack zerren, irgendwo auflegen, um ein interessant erscheinendes, weit entferntes St\u00fcck genauer anzusprechen. Bis das halbwegs gelingt, ist das St\u00fcck dem Sichtfeld l\u00e4ngst wieder entschwunden. Mit dem neuen Balance-Spektiv von Swarovski k\u00f6nnte sich das Problem mit einem Schlag l\u00f6sen. Andreas H\u00f6rtnagl hat es getestet.","teaserText":null,"uriPathSegment":"stabilisierter-beobachtungsgenuss","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/68f76f630fec6465c4fb6ed525b93d80812bcf26\/Bilder_660x616_Swarovski-1024x956.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"5980b1c9-d48d-4bd2-a98c-51174e187aa7","title":"Unter J\u00e4gern"}],"categories2":[{"identifier":"7e7bd067-1555-4a19-a108-5e2f6660ea52","title":"Waffe, Schuss & Optik"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"14e6bbf8-078a-4748-b76c-3c7670735a03","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/b9567dffdb70b9c1e7e5b2878ac5ba5675e59f8a\/Bilder_1200x616_Swarovski_01-1024x526.jpg","caption":"<p>Zuerst sucht man instinktiv nach einer Auflage, bis man erstaunt bemerkt, dass das Balance freih\u00e4ndig zu bedienen ist.<\/p>"}},{"identifier":"b3d52931-b3a9-4dbb-909c-29d98329c974","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Gro\u00df war bei mir die Freude, f\u00fcr einen Praxistest der neuen Balance-Spektivmodelle ausgew\u00e4hlt worden zu sein. Die Aktivierung bzw. das Ausschalten der elektronischen Stabilisierung der Linsen wird durch Dr\u00fccken des Ein-\/Ausschalters an der R\u00fcckseite des Ger\u00e4tes \u00fcber zwei Sekunden erreicht. Eine gr\u00fcne Ledleuchte zeigt an, ob das System aktiv ist. Die Bedienung des Spektivs gestaltet sich intuitiv und benutzerfreundlich. Das Balance kann dar\u00fcber hinaus jederzeit auch ohne elektronische Unterst\u00fctzung (z. B.: leerer Akku) als herk\u00f6mmliches Spektiv verwendet werden. F\u00fcr diesen Fall ist eine Stativplatte zur Verwendung am Stativ ebenfalls im Lieferumfang mit dabei. Der Akku l\u00e4sst sich einfach aus dem Spektivk\u00f6rper entnehmen und mittels mitgelieferter Ladestation laden. Eine Betriebsdauer von zw\u00f6lf Stunden sollte m\u00f6glich sein.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Bez\u00fcglich Gewicht und Packma\u00df gibt es einen starken Gegner aus dem eigenen Swarovski-Universum: Das ATC\/STC 17-40x56 mit einem Gewicht von lediglich 970 g bzw. 980 g! Sie sind die Vorg\u00e4ngermodelle ohne Bildstabilisierung. Man muss auch anmerken, dass diese beiden Spektive puncto Lichtst\u00e4rke dem ST Balance aufgrund des Objektivdurchmessers (56 mm zu 50 mm) leicht \u00fcberlegen sind. Mit seinem 65-mm-Objektiv hat allerdings das AT Balance mit dem Schr\u00e4geinblick gegen\u00fcber seiner Konkurrenz die Nase vorne. Die Stabilisierung, die sich extrem positiv auf das Handy-Digiscoping auswirkt (ohne Auflage bzw. aufgelegt oder aufgest\u00fctzt), und zudem die verwackelungsfreie Beobachtungsm\u00f6glichkeit aus freier Hand sind allerdings ein un\u00fcbertroffenes Feature, das bei der Jagd enorm gro\u00dfe Freude bereitet!<\/p><p><strong>Gleich ab ins Revier damit ...<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Gerade beim Praxiseinsatz auf der Rehbockjagd im heurigen Fr\u00fchsommer in Polen war es mir m\u00f6glich, den Vorteil der Balance-Stabilisierung gegen\u00fcber herk\u00f6mmlicher Ausr\u00fcstung feststellen zu k\u00f6nnen. Der ortsans\u00e4ssige Berufsj\u00e4ger Rafa f\u00fchrte lediglich ein Fernglas zum Ansprechen der B\u00f6cke. Rafa meinte, dass sich f\u00fcr ihn der Gebrauch eines herk\u00f6mmlichen Spektivs aufgrund der erforderlichen stabilen Auflage f\u00fcr das rasche Ansprechen w\u00e4hrend der Pirsch schlichtweg als zu umst\u00e4ndlich und somit ungeeignet erweise. Rafa war v\u00f6llig von den M\u00f6glichkeiten des Balance \u00fcberrumpelt und konnte gar nicht fassen, dass er damit freih\u00e4ndig alles Wild mithilfe der entsprechend vorteilhaften Vergr\u00f6\u00dfe-r-ung ansprechen konnte. Zun\u00e4chst suchte er instinktiv nach einer Auflage und sp\u00e4ter kam das Balance beim Jagdeinsatz selbstverst\u00e4ndlich freih\u00e4ndig zum Einsatz. Denn gerade bei gr\u00f6\u00dferen Entfernungen spielt das Balance seinen Beobachtungsvorteil aufgrund der h\u00f6heren Vergr\u00f6\u00dferung gegen\u00fcber einem Fernglas voll aus.<\/p><p><strong>Die gro\u00dfe Entscheidung: Gerade- oder Schr\u00e4geinblick?<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Beim direkten Vergleich kann man neben der unterschiedlichen Lichtst\u00e4rke bzw. dem Gewicht doch noch seine \u00dcberraschungen hinsichtlich pers\u00f6nlicher Pr\u00e4ferenzen erleben. Um sich f\u00fcr eine Variante zu entscheiden, sollte man sich die folgenden generellen Unterschiede sowie die Pr\u00e4ferenz f\u00fcr einen geraden bzw. schr\u00e4gen Einblick ins Ged\u00e4chtnis rufen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Zu Beginn meiner Testperiode sprach das leichtere Gewicht trotz der kleineren Maximalvergr\u00f6\u00dferung von 35-fach zun\u00e4chst eindeutig f\u00fcr das ST Balance mit Geradeeinblick. Im Praxistest habe ich dann allerdings zumindest f\u00fcr meine Person Folgendes feststellen d\u00fcrfen: F\u00fcr das Filmen mittels Handy sowie zum freih\u00e4ndigen Beobachten ist der Schr\u00e4geinblick des Balance AT besonders g\u00fcnstig, da ich die Arme in angewinkelter Position tiefer am K\u00f6rper positionieren kann. Diesen Effekt darf man nicht untersch\u00e4tzen, da durch diese Armhaltung das Mehrgewicht des Balance AT nicht nur kompensiert, sondern gerade bei l\u00e4ngerer Beobachtungsdauer zus\u00e4tzlich ein weitaus angenehmeres Beobachten erm\u00f6glicht wird.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Seine h\u00f6here Lichtst\u00e4rke ist bei jeder Form der Anwendung ein \u201eGamechanger\u201c und somit ein wichtiger Entscheidungspunkt f\u00fcr das AT! Die M\u00f6glichkeit, auf 45-fach zu vergr\u00f6\u00dfern, ist bei dieser genialen Stabilisierung und vorhandenen Lichtst\u00e4rke ein absoluter Pluspunkt. An den Schr\u00e4geinblick konnte ich mich rasch gew\u00f6hnen und die vorhin genannten Vorteile \u00fcberwiegen f\u00fcr mich bei Weitem.<\/p>"}},{"identifier":"fed7ca74-d960-412a-91ba-efe7a6979419","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/56397205471ad614c15a43c172c8fb8dba441435\/Bilder_1200x616_Swarovski_02-1024x526.jpg","caption":"<p>Dieser Bock wurde auf 200 Meter mit dem ST Balance 14-35x50 in Kombination mit dem iPhone fotografiert. Durch das vierfache Zoom des Handys ergab sich eine Brennweite von 3.500 mm!<\/p>"}},{"identifier":"ca0a5739-ad95-4798-ab1b-808ff847bc78","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Digiscoping mit dem iPhone<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Verglichen mit traditionellen Teleobjektiven sind mit der Kobmination Handy und Spektiv unglaubliche Brennweiten m\u00f6glich. Bei einfacher Vergr\u00f6\u00dferung der Handykamera sind das in Kombination mit der maximal 45-fachen Vergr\u00f6\u00dferung des Spektivs 1.080 mm und bei der Kamera mit zweifachem optischem Zoom sogar 2.160 mm.&nbsp;<br>Verwendet man zus\u00e4tzlich das digitale Zoom, steigt die theoretische Brennweite auf bis zu 9.000 mm an. In der Praxis macht das aber keinen Sinn, da es zu Abstrichen in der Qualit\u00e4t der Bilder und Videos f\u00fchrt. Zus\u00e4tzlich kommt bei einer allzu gro\u00dfen Entfernung noch das sogenannte \u201eFliring\u201c hinzu. Dieses Flimmern der Luft aufgrund der unterschiedlichen Lichtbrechung beim Durchgang durch Luftschichten mit unterschiedlicher Temperatur bzw. Dichte spielt im Normalfall bis etwa 150 Meter keine Rolle und entsteht ganz besonders an warmen Tagen, weil die erw\u00e4rmte Luft aufsteigt, dadurch der Lichtgang verzerrt wird und somit optisch verschwommene Bilder entstehen. Auch bei schlechtem Licht in der D\u00e4mmerung muss man Abstriche hinnehmen, da zwar das Spektiv in seiner Stabilisierung perfekt funktioniert, aber das iPhone automatisch zu l\u00e4ngeren Belichtungszeiten greift, was zu einer Bewegungsunsch\u00e4rfe durch die Bewegung des Objekts (z. B. \u00c4sungsbewegungen beim Haupt eines Rehbocks) f\u00fchrt. Die gute Nachricht ist: Die mit dem optischen Zoom m\u00f6glichen Brennweiten bis 2.160 mm reichen f\u00fcr die meisten jagdlich relevanten F\u00e4lle vollkommen aus und bieten eine relativ hohe Qualit\u00e4t im Video (4K) und Fotomodus. F\u00fcr die Qualit\u00e4t nicht zu untersch\u00e4tzen sind die Unterschiede der Objektivdurchmesser beziehungsweise der damit verbundene tats\u00e4chliche Lichteinfall.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Entscheidend f\u00fcr die Verwendung der Handy-Spektiv-Kombination ist das exakte Fixieren des Handys mittels Adapter. Eine genaue Zentrierung der Handyfotolinse ist daf\u00fcr entscheidend. Dieser Vorgang kann mit dem Universaladapter von Swarovski an einem iPhone mit seinem erh\u00f6hten Kameramodul zu Beginn doch ein wenig Geduld abverlangen, sollte dann allerdings problemlos funktionieren. Alternativ kann man auch auf entsprechende Produkte von Fremdherstellern zur\u00fcckgreifen. Trotz genauer Zentrierung zeigt das Smartphone manchmal einen schwarzen Bildschirm. In dieser Situation kann es hilfreich sein, zun\u00e4chst auf den Makromodus zu schalten oder in den Videomodus zu wechseln. Verwendet wird \u00fcbrigens die untere rechte Linse des iPhone 17 Pro bzw. iPhone 17 Pro Max. Bei anderen Herstellern beziehungsweise \u00e4lteren iPhone-Modellen kann man die entsprechende kompatible Fotolinse (sofern wie heute \u00fcblich mehrere (2-3) vorhanden sind) eruieren, indem man je nach Vergr\u00f6\u00dferung die einzelnen Linsen mit dem Finger abdeckt.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das Gewicht von 1.300 g (ST) und 1.470 g (AT) kommt kaum zum Tragen, weil es immer noch locker im normalen Bereich der Gewichtsklasse f\u00fcr Spektive liegt und beim Gebrauch als Fotolinse f\u00fcr das Handy auf die Mitnahme etwaiger Fotoausr\u00fcstung komplett verzichten werden kann.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die perfekte Stabilisierung in Kombination mit einer swarovskitypischen Qualit\u00e4t f\u00fchrt zu einem deutlichen Absetzen gegen\u00fcber jeglicher Konkurrenz am aktuellen Markt, der zugegebenerweise gerade mit innovativen Produkten verschiedenster Hersteller \u00fcberschwemmt wird. Aber der stabilisierte Beobachtungsgenuss und die M\u00f6glichkeit, Digiscoping per Handy mit der hohen Qualit\u00e4t der Swarovskioptik zu kombinieren, bleiben weiterhin un\u00fcbertroffen und sind den Preis jedenfalls wert!<\/p>"}}]}