{"identifier":"a5a45273-afd7-405b-af96-facbad6e98d9","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Comment","properties":{"title":"Wasser in die W\u00e4lder","subTitle":"Editorial","teaserText":"","uriPathSegment":"testkommentar","dateTime":null,"images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"15e8904a-31f8-41e5-9995-53efd5e9bbcf","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Die anhaltende Trockenheit bis in den heurigen Fr\u00fchsommer f\u00fchrte in \u00d6sterreich gleichzeitig zu zwei gr\u00f6\u00dferen Waldbr\u00e4nden. 110 Hektar standen im K\u00e4rntner Lesachtal in Brand, etwa 70 Hektar waren es in den Revieren des Stiftes Rein, unweit von Graz. Die Einsatzkr\u00e4fte agierten professionell und konnten ein weiteres Ausbreiten verhindern. Das mediale Interesse war enorm, aber nur solange die Bilder lodernde Flammen zeigten. Mit den letzten Rauchschwaden verzog sich recht rasch auch wieder die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit von den Brandfl\u00e4chen. Kolportiert sind es in beiden F\u00e4llen Summen in Millionenh\u00f6he, die f\u00fcr Seilkranarbeiten, Wiederaufforstung und Kulturpflege im Steilgel\u00e4nde anfallen werden. Aber einmal abgesehen vom wirtschaftlich gut bezifferbaren Schadensbild, wie pr\u00e4sentieren sich solche Brandfl\u00e4chen wenige Wochen nach der \u201eKatastrophe\u201c? Wie gro\u00df sind die entstandenen Wunden am Wald, den Pflanzen und Tieren wirklich? Diesen Fragen widmen wir in dieser Ausgabe einen besonderen Schwerpunkt. Unser Wildbiologe Hubert Zeiler hat dazu internationale Erfahrungen zusammengetragen und sie f\u00fcr uns verst\u00e4ndlich analysiert. Ein Team aus ANBLICK-Redakteuren hat sich \u2013 mit Drohne und Kameras bewaffnet \u2013 zur Brandfl\u00e4che nach Rein aufgemacht, um vom zust\u00e4ndigen F\u00f6rster Florian Soritz aus erster Hand zu erfahren, welche Schritte nun in der Wiederbewaldung geplant sind bzw. wie sich die Fl\u00e4chen heute f\u00fcr Wildtiere pr\u00e4sentieren. So viel sei vorweg verraten, eine Katastrophe f\u00fcr Gams und Co. ist nicht eingetreten.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wir machen das deshalb, um J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern Informationen bereitzustellen, die es ihnen in Diskussionen erm\u00f6glichen sollen, differenzierter auf Sch\u00e4den in der Natur zu blicken. Nicht jeder Schaden f\u00fcr den wirtschaftenden Menschen ist auch ein \u00f6kologischer Schaden. Denn ziemlich schnell k\u00f6nnte auch bei der Wiederbewaldung von Brandfl\u00e4chen vorschnell das Schalenwild den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Br\u00e4nde werden sich neben anderen Extremwetterereignissen und K\u00e4ferkalamit\u00e4ten in \u00d6sterreich zuk\u00fcnftig in die Liste der St\u00f6rereignisse f\u00fcr W\u00e4lder dazugesellen. Wir t\u00e4ten also gut daran, die Dimension pragmatisch zu bewerten und nicht politisches Kleingeld zulasten der Wildtiere daraus zu schlagen. Eher dr\u00e4ngt sich eine Strategie zum R\u00fcckhalt von Wasser in unseren W\u00e4ldern auf. Ein Netz aus Teichen auf breiter Fl\u00e4che f\u00f6rdert die Biodiversit\u00e4t und kann im Brandfall den entscheidenden Vorteil beim L\u00f6schen bringen.<\/p><p style=\"text-align:right;\">&nbsp;Martin Ossmann<\/p>"}}]}