{"identifier":"3ccd4694-006c-405d-a22b-daf71cea110c","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Warum Schie\u00dfen zur Jagd geh\u00f6rt","subTitle":"Der Shootingpark Austria in Leobersdorf ist breit aufgestellt und bietet f\u00fcr alle am Schie\u00dfen Interessierten umfassende Angebote in allen erdenklichen Disziplinen. Auch Beh\u00f6rden entsenden ihre Mitarbeiter, um hier zu \u00fcben, Sportsch\u00fctzen sind herzlich willkommen. Das Herzst\u00fcck sind f\u00fcr Paul Schaufler allerdings die J\u00e4ger, die sich am Schie\u00dfen erfreuen, ihre Ausr\u00fcstung \u00fcberpr\u00fcfen oder mit ihrer Jagdwaffe trainieren.","teaserText":null,"uriPathSegment":"warum-schiessen-zur-jagd-gehoert","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/845eaba36265b471d3aeb8055098f0cd006cdbb7\/Bilder_1200x616_Leobersdorf_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"845266f0-a238-41f2-ab4b-630d7009183c","title":"Jagd heute"}],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"d205e383-d1bb-4d83-a329-5292aa240dac","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":""}},{"identifier":"8d131fae-d54d-488d-8953-fae19da90012","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/40a9e26b64f1620bc949a875d38d899d6f449029\/Bilder_1200x616_Leobersdorf_03-1024x526.jpg","caption":"<p>Paul G. Schaufler, MBA (Jahrgang 1970) ist J\u00e4ger, Jagdp\u00e4chter, Jagdaufseher, Hegeringleiter, Hundef\u00fchrer und zudem erfolgreicher Wettkampfsch\u00fctze. Beruflich ist er im Finanzbereich t\u00e4tig, aber auch Miteigent\u00fcmer sowie gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter des Shootingparks Austria in Leobersdorf\/N\u00d6.<\/p>"}},{"identifier":"7d600e3f-1618-407a-bb6c-7b10a2c66ec4","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><em>Herr Schaufler, wir befinden uns hier auf einem Schie\u00dfstand und es geht auch um die Jagd. Was bedeutet Jagd f\u00fcr Sie?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\"><strong>Paul Schaufler:<\/strong> Ich komme aus einer jagdlichen Familie, schon mein Vater war sehr eng mit der Jagd verbunden. Auch meine Mutter hat Anfang der Siebzigerjahre die Jagdpr\u00fcfung gemacht, das war damals eher exotisch, dass eine Frau aktive J\u00e4gerin ist. Wir haben immer Reviere in \u00d6sterreich gehabt, auch in Ungarn und Tschechien, selbst als es den Eisernen Vorhang gab und die Ein- und Ausreise nicht so einfach und elegant m\u00f6glich war wie heute. Deshalb habe ich schon w\u00e4hrend meiner Schulzeit die Jagdpr\u00fcfung absolviert. Seit 20 Jahren habe ich ein Revier in den Donauauen, dort bin ich auch Hegeringleiter. Weiters jage ich seit vielen Jahren in der Steiermark und im Nordburgenland.<\/p><p><em>War Ihr Interesse am Schie\u00dfbetrieb eher jagdlich oder sportlich gepr\u00e4gt?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das war anfangs rein jagdlich. Beruflich berate ich seit vielen Jahren Klienten in ihren Veranlagungs- und Finanzierungs-<br>angelegenheiten. Vor etwa 20 Jahren war ich im Ankauf des Shootingparks von der Hirtenberger AG als Berater beteiligt. So habe ich mich erstmals wirtschaftlich mit dem Schie\u00dfwesen auseinandergesetzt. Im Jahr 2020 hab ich mich mit einem Partner am Shootingpark beteiligt und danach die Mehrheit \u00fcbernommen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Es gibt auch einen sportlichen Aspekt. Leider habe ich meinen Vater sehr fr\u00fch verloren, ich war damals 29 Jahre alt. Unsere Familie hat daraufhin j\u00e4hrlich ein Hans-Schaufler-Gedenkschie\u00dfen veranstaltet. Dort hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich wollte ganz vorne mitschie\u00dfen und begann, intensiv zu trainieren. In dieser Zeit habe ich mit dem Wettkampfschie\u00dfen begonnen.<\/p><p><em>Sie sind nun der Eigent\u00fcmer?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ja, gemeinsam mit einem Jagdfreund und Partner geh\u00f6rt uns die Firma, die den Shootingpark besitzt. Wir haben das Unternehmen organisatorisch und wirtschaftlich auf neue Beine gestellt und sind drei Personen in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p><p><em>Nun konkret zum Schie\u00dfplatz. Nicht weit vom Shootingpark Leobersdorf gibt es eine zweite Schie\u00dfanlage. Ist der Bedarf f\u00fcr die Auslastung beider vorhanden?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wir haben leider viel zu wenig Schie\u00dfst\u00e4nde in \u00d6sterreich. Es w\u00e4re gut, wenn wir mehr Pl\u00e4tze h\u00e4tten, weil je h\u00f6her das Angebot, umso mehr Leute kommen zu diesem Sport und der Leidenschaft. In den letzten 15 Jahre haben sicherlich mehr Schie\u00dfst\u00e4nde zugesperrt als neu er\u00f6ffnet. Ich glaube auch, dass es aufgrund der aktuellen gesetzlichen Gegebenheiten in \u00d6sterreich keine neuen Schie\u00dfst\u00e4tten mehr geben kann. Die Umweltauflagen in Bezug auf Blei oder auch L\u00e4rm machen das meiner Ansicht nach nur noch indoor m\u00f6glich. Deshalb haben wir die Erweiterungen auch indoor gemacht, weil alles andere mit extrem hohen beh\u00f6rdlichen Auflagen verbunden ist. Wir haben 35 Hektar im Eigentum und ich wei\u00df, wie m\u00fchsam es war, alle Genehmigungen zu bekommen. Das war ein unfassbarer zeitlicher, organisatorischer und vor allem auch wirtschaftlicher Aufwand, um das zu bew\u00e4ltigen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Nun zur Frage mit den beiden Schie\u00dfst\u00e4nden: Der zweite, der dem Nieder\u00f6sterreichischen Landesjagdverband geh\u00f6rt und von Steyr Arms betrieben wird, ist eine sehr gute Erg\u00e4nzung zu uns. Sie haben eine andere Strategie, speziell was den Shop betrifft. Wir arbeiten gut zusammen und es gibt kein Konkurrenzdenken.<\/p><p><em>Ist die gute Auslastung in erster Linie der N\u00e4he zu Wien geschuldet?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Nat\u00fcrlich gibt es den gro\u00dfen Einzugsbereich von Wien und Nieder-\u00f6sterreich, auch aus der Steiermark ist unsere Anlage schnell erreichbar. Die zentrale Lage N\u00e4he Wien und Flughafen ist sicherlich einzigartig in Europa. Au\u00dferdem bieten wir allen Jagd-, Sport- und Waffeninteressierten ein sehr gro\u00dfes Angebot. Ein weiterer Vorteil sind unsere \u00d6ffnungszeiten. Wir haben sechs Tage von 9.00 bis 18.00 Uhr ge\u00f6ffnet. Bei vielen anderen Pl\u00e4tzen, die von Vereinen betrieben werden, kann man oft nur ein bis zwei Tage in der Woche \u00fcben, und das meist nur am Wochenende.<\/p><p><em>Welche Zielgruppen sind f\u00fcr Sie die wichtigsten, eher die J\u00e4ger oder eher die Sch\u00fctzen?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das Wichtigste f\u00fcr einen gewerblichen Schie\u00dfstand ist, ertragreich zu sein. Und das ist nur m\u00f6glich, wenn man breit aufgestellt ist. Die Jagd ist f\u00fcr uns ein sehr wichtiges Thema. J\u00e4ger sind eine bedeutende Zielgruppe und sicherlich das Herzst\u00fcck dieser Schie\u00dfanlage. Aber nur mit der Jagd und den J\u00e4gern allein k\u00f6nnten Sie einen Schie\u00dfstand in dieser Dimension und Gr\u00f6\u00dfe nicht erfolgreich f\u00fchren. Was braucht man also zus\u00e4tzlich? Sie brauchen dazu noch Sportsch\u00fctzen und Personen, die mit der Kurzwaffe statisch und auch dynamisch trainieren. Auch der Shop und die Gastronomie wie die Seminarr\u00e4ume sind von gro\u00dfer Bedeutung.&nbsp; Wir arbeiten viel mit Beh\u00f6rden und haben die ersten Trainings mit Spezialeinheiten zur Drohnenabwehr gemacht. Einige Beamte von Justizwachen \u00fcben bei uns wie auch diverse Sicherheitsfirmen mit ihren Mitarbeitern. Weiters haben wir viele Veranstaltungen und Events wie das Charity Shooting der \u00d6sterreichischen Wildtierstiftung. Es beginnt also beim Jungj\u00e4ger, der das erste Mal mit einer Langwaffe schie\u00dft, und endet bei Profisch\u00fctzen, die an internationalen Bewerben teilnehmen. Wir sind sehr breit aufgestellt \u2013 das ist unser Erfolgsrezept. Wir haben ein Team mit 15 Mitarbeitern, die sich um unsere Kunden bem\u00fchen.<\/p>"}},{"identifier":"038eddd2-570a-4d78-9d6d-590428f622bc","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/5b2691548ece91578a92a2cafa2748adc3693982\/Bilder_1200x616_Leobersdorf_02-1024x526.jpg","caption":"<p>Auf den Langwaffenst\u00e4nden l\u00e4sst sich die gew\u00fcnschte Entfernung stufenlos von 50 bis 300 Meter einstellen.<\/p>"}},{"identifier":"1ef7ed5a-a9d1-40cc-9982-3bc991f0eec9","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><em>Herausfordernd ist bestimmt auch der Betrieb der Gastronomie?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ja, das gastronomische Angebot geh\u00f6rt dazu. Unsere G\u00e4ste wollen einen Kaffee trinken und einen Snack zu sich nehmen. Hier haben wir ein gutes Angebot, und speziell wenn unsere Kunden l\u00e4ngere Zeit am Shootingpark verbringen, ist die kulinarische Verpflegung eigentlich nicht wegzudenken. Nun gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: die Gastro selbst zu betreiben oder zu verpachten. Wir haben beide Varianten ausprobiert und sind zum Schluss gekommen, dass wir es selbst machen. Die Herausforderung besteht darin, personell gut und ausreichend besetzt zu sein \u2013 sowohl an Tagen mit wenig Frequenz als auch bei Wettk\u00e4mpfen, an denen ein paar Hundert Leute am Shootingpark sind. &nbsp;<\/p><p><em>Zur\u00fcck zum Schuss. Was ist Ihr pers\u00f6nliches Gef\u00fchl: Wird die Nachfrage beim Schie\u00dfen mehr oder weniger?<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Gerade im jagdlichen Bereich beob-achten wir eine erfreuliche Entwicklung. Die Bereitschaft, auf den Schie\u00dfstand zu gehen und zu \u00fcben und sein Equipment zu \u00fcberpr\u00fcfen, w\u00e4chst speziell bei der j\u00fcngeren Generation. Wir verzeichnen auch eine steigende Nachfrage bei der Jungj\u00e4gerausbildung, weil wir hier vor Ort alles anbieten k\u00f6nnen: sowohl den theoretischen Teil in unseren Seminarr\u00e4umen als auch die praktische \u00dcbung mit Flinte und B\u00fcchse. Anders ist das durch das neue Waffengesetz nur noch schwer m\u00f6glich. Es gilt ja eine vierw\u00f6chige Abk\u00fchlphase, die eingehalten werden muss.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Auch die Nachfrage nach Training mit der Kurzwaffe steigt. Ich schie\u00dfe sehr gerne mit der Pistole, bin aber kein Wettkampfsch\u00fctze. Was ich jetzt sage, meine ich als J\u00e4ger \u2013 ich bin in zwei Bundesl\u00e4ndern Jagdschutzorgan und in drei Revieren Jagdleiter: Wir J\u00e4ger haben ja das Privileg, dass wir mit der Jagdkarte eine Waffenbesitzkarte bekommen, ohne all diese Schikanen, die das neue Waffengesetz mit sich bringt. Ich appelliere an alle J\u00e4ger, diesen Vorteil auch auszunutzen! Weil, wenn einmal die Politik zur Ansicht kommt, dass wir J\u00e4ger dieses Privileg zu wenig nutzen, kann es auch sehr schnell wieder entzogen werden.&nbsp;<\/p><p><em>Gilt das Gesagte auch f\u00fcr jene Gruppen, die unsere Privilegien nicht genie\u00dfen?<\/em><\/p><p>Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass die Anzahl der Waffenk\u00e4ufe in \u00d6sterreich gestiegen ist. Als die Versch\u00e4rfung des Waffengesetzes im Raum gestanden ist, gab es einen sprunghaften Anstieg, noch eine Waffenbesitzkarte zu l\u00f6sen. Mittlerweile ist der Bedarf wieder stark zur\u00fcckgegangen.<\/p><p><em>Wird dieses Segment noch weiter nachgeben? &nbsp;<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das ist schwer einzusch\u00e4tzen \u2013 auf jeden Fall wird der Bedarf nach Training und Handhabung mit Kurzwaffen steigen. Viele Personen haben Pistolen erworben, haben aber Bedarf an praktischen \u00dcbungen.&nbsp;<\/p><p><em>Braucht man ein waffenrechtliches Dokument zum Schie\u00dfen? &nbsp;<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ja, immer, au\u00dfer man schie\u00dft gemeinsam mit einem Trainer. Jeder Gast braucht ein waffenrechtliches Dokument, wie z. B. eine Jagdkarte oder eine Waffenbesitzkarte, und muss sich pers\u00f6nlich registrieren.&nbsp;<\/p><p><em>Sie haben selbst bereits das Umweltthema angeschnitten. Wie geht es mit Blei weiter, darf es weiter verschossen werden? &nbsp;<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Nach der aktuellen Gesetzeslage ja, aber wie lange, ist noch offen. Ich habe erst jetzt ein Schreiben an das zust\u00e4ndige Ministerium verfasst. Das Thema Stahl und Blei besch\u00e4ftigt die Jagd ja sehr intensiv. Was die B\u00fcchse betrifft, gibt es einige gute und preiswerte Alternativen zu Blei. Bei der Flinte ist das schwieriger, weil die anderen M\u00f6glichkeiten stark einschr\u00e4nken. Mit Stahlpatronen ist es schwierig, auf gewohnte Distanzen t\u00f6dliche Treffer zu platzieren. Und bei Alternativen zu Stahl, wie zum Beispiel Bismut oder Tungsten, sind die Preise der Patronen h\u00f6her als bei B\u00fcchsenmunition.<\/p><p><em>Und bezogen auf die Schie\u00dfst\u00e4nde, gerade auch im Hinblick auf m\u00f6gliche Sanierungen der Altlasten? &nbsp;<\/em><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich hoffe, dass es lange \u00dcbergangsfristen geben wird und vern\u00fcnftige L\u00f6sungen f\u00fcr die Altlasten. Bei fast allen Schie\u00dfst\u00e4nden in \u00d6sterreich ist das ein existenzielles Thema. Viele werden von Vereinen betrieben, die den hohen finanziellen Aufwand nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnten und zusperren m\u00fcssten.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><em>Wir w\u00fcnschen dem Shootingpark Leobersdorf, dass er auch k\u00fcnftig ein Ort bleibt, an dem J\u00e4ger und Sch\u00fctzen mit Leidenschaft ihrem Sport nachgehen k\u00f6nnen. Herr Schaufler, vielen Dank f\u00fcr das offene Gespr\u00e4ch und den Blick hinter die Kulissen.<\/em><\/p>"}}]}