{"identifier":"7a8ebbf4-c0ca-4a3a-838c-39e84a29141f","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Comment","properties":{"title":"Eine Frage von Details ...","subTitle":"Editorial","teaserText":null,"uriPathSegment":"eine-frage-von-details","dateTime":null,"images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"04d3bc56-f096-41aa-a202-f2cfe687f4e4","title":"Editorial"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"5ad553ff-7ab7-41cc-b4b5-cb9457b7a102","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">W\u00e4hrend Sie die frisch gedruckte August-Ausgabe in Ihren H\u00e4nden halten \u2013 oder die Inhalte in Ihrer neuen ANBLICK-App durchforsten \u2013, wird im Revier die Rehbrunft in vollem Gange sein. Sie l\u00e4sst niemanden kalt; h\u00f6chste Spannung ist garantiert. Gl\u00fccklicherweise f\u00e4llt sie in eine Jahreszeit, in der der allgemeine Stressmodus durch Ferien und Urlaube kollektiv etwas heruntergefahren ist. Wer sich f\u00fcr die Jagdtage zur Brunft bewusst mehr Zeit g\u00f6nnt, wird gro\u00dfz\u00fcgig entsch\u00e4digt werden, fix!&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Jetzt f\u00e4llt naturgem\u00e4\u00df ordentlich Strecke an. Geteilt wird der Jagderfolg hoffentlich in Gesellschaft, mit einem k\u00fchlen Bier aus dem Brunnentrog vor der H\u00fctte inklusive der ger\u00f6steten Bockleber, die \u2013&nbsp;<br>\u00fcbrigens trotz vieler gegenteiliger Meinungen \u2013 ebenso in der Brunft genie\u00dfbar und wohlschmeckend ist.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">B\u00f6cke schie\u00dft man nicht alle Tage, selbstverst\u00e4ndlich wird das Weidmannsheil bildlich festgehalten und so herrscht auf Whatsapp Hochkonjunktur! Da wird geschickt, gestaunt, gratuliert, gelikt ... hoffentlich ohne Neid, wie es sich geh\u00f6rt. Durch ein pers\u00f6nliches Social-Media-Profil ist sogar die ganze Welt Zeuge von den sommerlichen Weidmannsfreuden. \u00dcber dieses \u201eJagen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit\u201c wird in einigen Gremien der J\u00e4gerschaften gerade intensiv diskutiert wie j\u00fcngst bei einer internationalen Jagdkonferenz in Salzburg (siehe Seite 38 ff.). Die Fragen sind berechtigt, welche Auswirkungen die totale Zurschaustellung der Jagd auf unser Umfeld hat. Haupts\u00e4chlich vom Reiz zur Selbstdarstellung getrieben, macht sich neben allen anderen Lebensbereichen auch die Jagd freiwillig komplett transparent. Die h\u00f6chste W\u00e4hrung f\u00fcr uns Menschen ist Anerkennung und diese suchen und finden wir heute im Netz. Die B\u00fcchse der Pandora wurde l\u00e4ngst ge\u00f6ffnet, es geht nicht mehr um ein Ob, sondern h\u00f6chstens noch um das Wie. Selbstverst\u00e4ndlich sehen der Jagd fernstehende Personen auf Fotos von toten Tieren zuerst einmal ein totes Tier und bewerten es vordergr\u00fcndig mit der berechtigten Frage: \u201eWarum musste es sterben?\u201c<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Dass die Konsequenz von Wildtierjagd auch mit dem Tod des Tieres einhergeht, ist ein Naturgesetz und muss nicht immer und \u00fcberall von Grund auf neu erkl\u00e4rt werden. Wir diskutieren beim ANBLICK immer wieder \u00fcber Beutebilder und haben nicht vor, sie zuk\u00fcnftig aus unserem und Ihrem Gesichtsfeld zu verbannen. Wir setzen aber einen \u00e4sthetischen Anspruch voraus: Schwei\u00df l\u00e4sst sich abwischen, die Glieder gerade richten, ein paar \u00c4ste und Blumen sind schnell zur unaufdringlichen Dekoration parat und nat\u00fcrlich vermitteln der letzte Bissen und ein Inbesitznahmebruch auf dem Schussloch dem Betrachter eine gewisse Kultur. Auf diese Weise \u2013 die W\u00fcrde des Tieres auch im Tode gewahrt \u2013 darf man das der Bev\u00f6lkerung durchaus weiter zumuten.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Martin Ossmann<\/em><\/p>"}}]}