{"identifier":"a14c47ec-00f6-4090-8b1d-794b9df6bca6","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Herk\u00f6mmliche Jagdmethoden \u00fcberdenken und anpassen","subTitle":"Der K\u00e4rntner Landesforstdirektor DI Christian Matitz hat im Rahmen des Rehwildsymposiums in den Naturwelten Steiermark am 30. J\u00e4nner zum Thema \u201eUnsere W\u00e4lder unter dem Einfluss von Sturm, Schnee, Hitze, Borkenk\u00e4fer und Rehen\u201c referiert. Hier seine wichtigsten Botschaften.","teaserText":null,"uriPathSegment":"herkoemmliche-jagdmethoden-ueberdenken-und-anpassen","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/a7812f48a3a0d8e04e67e8642cae8049f7479f16\/Bilder_1200x616_Rehwildtagung_02-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"7c623c0c-917e-4619-b399-cb7f8425b94c","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Das Rehwild hat sich in unseren Breiten seit einigen Millionen Jahren sehr gut etablieren und immer wieder an sich \u00e4ndernde Umweltbedingungen anpassen k\u00f6nnen. Es kommt in \u00d6sterreich von den Tiefebenen am Neusiedler See bis ins Hochgebirge in den Hohen Tauern in unterschiedlichen Dichten vor. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sowohl die Land- als auch die Forstwirtschaft durch Einsetzen der Mechanisierung einen enormen Aufschwung erlebt. Durch die Zunahme des Wohlstandes der Bev\u00f6lkerung stieg unter anderem auch das Interesse an der Jagd. Die Preise f\u00fcr Jagden stiegen, das Interesse an viel Wild und mehreren Wildarten nahm zu. Es wurde Wild teilweise neu angesiedelt und, wo schon vorhanden, durch zum Teil intensive F\u00fctterung entsprechend den Jagdgesetzen \u201eaufgehegt\u201c. In Streckenkurven erkennt man anhand der Abschusszahlen in K\u00e4rnten den Anstieg der Reh- und Rotwildpopulationen. Seit 1965 ist der Abschuss um das 2,5-Fache gestiegen, bei gleichem Fl\u00e4chenausma\u00df und bei im gleichen Zeitraum stark gestiegener Freizeitnutzung in vielen Wildlebensr\u00e4umen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Betrachtet man die Abschussentwicklung beim Rotwild, so sieht man, dass seit 60 Jahren mehr Tiere als Hirsche erlegt wurden und dass es dar\u00fcber innerhalb der J\u00e4gerschaften kaum Diskussionen gab oder gibt. Anders beim Rehwild, wo erst seit etwa zehn Jahren eine gleich hohe Erlegung von Gei\u00dfen und B\u00f6cken feststellbar ist. Mittlerweile hat sich unter den J\u00e4gern die Meinung etabliert, dass beim Rehwild die Erlegung von Gei\u00dfen und B\u00f6cken im Verh\u00e4ltnis&nbsp;<br>1 : 1 als Kompensation der Reproduktion und aus wild\u00f6kologischer Sicht sinnvoll ist.<\/p>"}},{"identifier":"c07d3043-9b5d-4acb-b70d-b62d8723a10d","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/99b6df57589b6b7f6dd48add2394122e34d21fd1\/Bilder_1200x616_Rehwildtagung_03-1024x526.jpg","caption":"<p>Wenn sich die kahlen Waldfl\u00e4chen wieder zu begr\u00fcnen beginnen, dann f\u00fchlt sich speziell das Rehwild wie im Paradies. \u00dcppigste \u00c4sung, zunehmende Deckung, viele neue Randlinien, artenreiche Flora beg\u00fcnstigen Rehpopulationen derart, dass sie sich in kurzer Zeit stark aufbauen k\u00f6nnen.<\/p><p>Mischbaumarten sind aufgrund des \u00f6rtlich herrschenden Verbissdrucks nur schwer ohne Kulturschutz aufzubringen. Das verteuert die Aufforstung oder die Wiederbewaldung um das Doppelte und verl\u00e4ngert auch den Verj\u00fcngungszeitraum.<\/p>"}},{"identifier":"e8a786e7-31a9-42d3-8dd8-6f7a6def6a93","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Einfl\u00fcsse der Lebensr\u00e4ume auf das Rehwild<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Da das Rehwild sehr anpassungsf\u00e4hig ist, werden im Alpenraum beinahe alle Lebensr\u00e4ume besiedelt. Nat\u00fcrlich gibt es gro\u00dfe Unterschiede in der Attraktivit\u00e4t f\u00fcr das Rehwild. Landschaftlich vielf\u00e4ltig strukturierte Kulturlandschaften mit vielen Randlinien und abwechselnd land- und forstwirtschaftlichen Fl\u00e4chen sind dem Rehwild zutr\u00e4glich. Im Zuge der Waldbewirtschaftung kann man viele Arbeiten so ausf\u00fchren, dass es f\u00fcr das Rehwild attraktive Lebensbedingungen gibt. Zum Beispiel kann man gewisse Geh\u00f6lze und Str\u00e4ucher belassen und damit den eventuell vorhandenen Verbissdruck von den Wirtschaftsbaumarten \u201eweglenken\u201c. Die Schaffung von strukturierten und gestuften W\u00e4ldern unterschiedlicher Altersklassen f\u00f6rdert neben der Artenvielfalt auch die Qualit\u00e4t des Rehwildlebensraumes. Abwechslungsreiche und vielf\u00e4ltige \u00c4sung mit Kr\u00e4utern, Gr\u00e4sern, Str\u00e4uchern und Verbissgeh\u00f6lzen und gleichzeitig auch geeignete Deckung oder R\u00fcckzugsgebiete f\u00f6rdern ein stressfreies und wildschadens\u00e4rmeres Dasein von Rehwild. \u00c4sungs- und deckungsreiche W\u00e4lder erschweren allerdings die Bejagung enorm. Es ist daher notwendig, die Bejagungsstrategien in W\u00e4ldern zu variieren und an die Gegebenheiten anzupassen. Die Nutzung von Forststra\u00dfen, die Anlage von Schussschneisen, mobile Ansitzeinrichtungen, Pirschsteige und vieles mehr k\u00f6nnen f\u00fcr eine erfolgreiche Bejagung dienlich sein.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">St\u00f6rungen in den W\u00e4ldern, die in den letzten Jahren vermehrt durch St\u00fcrme, Schnee, Hagel, Eisanhang, Hitze oder Borkenk\u00e4ferbefall aufgetreten sind, haben massiven Einfluss auf alle Schalenwildarten. Am Anfang sind oft gro\u00dfe geschlossene Waldfl\u00e4chen zerst\u00f6rt und auch die Aufarbeitung der gro\u00dfen Kalamit\u00e4ten f\u00fchrt vor\u00fcbergehend zu schweren Beunruhigungen der Lebensr\u00e4ume. Wenn sich die kahlen Waldfl\u00e4chen wieder zu begr\u00fcnen beginnen und aufgeforstet werden oder sich die Naturverj\u00fcngung einstellt, dann f\u00fchlt sich speziell das Rehwild wie im Paradies. \u00dcppigste \u00c4sung, zunehmende Deckung, viele neue Randlinien, artenreiche Flora beg\u00fcnstigen Rehpopulationen derart, dass sie sich in kurzer Zeit stark aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>"}},{"identifier":"e343f7dc-2cfa-49a6-ae85-125230a19630","nodeType":"NeosRulez.Bootstrap:Content.YouTube","properties":{"url":"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/t-Gc2ovYTUM?si=z43LUUNOqk7E0sJ5"}}]}