{"identifier":"6ca57d3c-1fa8-4497-8976-a284479ef6d8","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Erleger- und Beutefotos: Ja oder Nein?","subTitle":"Sind Beute- und Erlegerfotos ekelerregend oder Ausdruck und Erinnerung jagdlicher Freude? Das fragten wir Sie in der letzten Ausgabe des ANBLICK. Zahlreiche Zuschriften haben uns erreicht, das Meinungsspektrum ist breit gef\u00e4chert \u2013 lesen Sie selbst!","teaserText":null,"uriPathSegment":"erleger-und-beutefotos-ja-oder-nein","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/e004508ca7be625fbed806ad5b35a3e9c91e0ee7\/Bilder_1200x616_Erlegerfotos_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"845266f0-a238-41f2-ab4b-630d7009183c","title":"Jagd heute"}],"categories2":[{"identifier":"5173f504-fa37-4c9f-bb1b-dbe5ebb7cbf6","title":"J\u00e4germeinung"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"15e9977a-47ef-41c5-98a3-e0debf5f7c10","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Wenn piet\u00e4tvoll: Ja!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Gegen derartige Fotos ist absolut nichts einzuwenden. Aber nur dann, wenn sie anspruchsvoll gehalten sind und Piet\u00e4t nicht vermissen lassen. Ein mit Beutebruch und letztem Bissen versehener erlegter Rehbock ist das Ergebnis des gesamten Jagderlebnisses, auch der weidm\u00e4nnisch gekleidete Sch\u00fctze kann, diskret im Hintergrund gehalten, mit auf dem Bild sein. Ein \u201eno-go\u201c sind zum Beispiel Fotos eines J\u00e4gers, der sich martialisch zwischen die Schaufeln des m\u00e4chtigen Alaskaelchs legt, ganz in Camouflage gekleidet, vielleicht auch noch mit Daumen hoch in die Kamera grinsend. Leider sieht man derartige Fotos in so manchen Jagdreisevermittlerkatalogen. Keine Angst habe ich da beim ANBLICK, wo auf den notwendigen Stil peinlichst geachtet wird.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Hermann Reichl, Salzburg<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Fotos sind Erinnerungen<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Grunds\u00e4tzlich sind Fotos Erinnerungen, die jede Minute des Ansitzes widerspiegeln \u2013 bis hin zur Erlegung und allem Weiteren danach. Fotos sollten \u00e4sthetisch sein, keinen Schwei\u1e9e, Innereien oder Aussch\u00fcsse zeigen. Auch die Br\u00fcche sollten richtig angeordnet und der Erlegerbruch muss vorhanden sein. Das geht in letzter Zeit verloren, Jungj\u00e4ger vergessen oft die Traditionen, die maximal zwei Minuten kosten, aber stundenlange Ansitze sind kein Problem ... Unterm Strich m\u00fcssen wir vor der \u00d6ffentlichkeit aufpassen, was wir wie, wo, wann posten, reinstellen oder sonstwo verbreiten. Fotos mit Gewehren etc. finde ich nicht in Ordnung! Wir sind nicht st\u00e4rker als die Natur, sondern schw\u00e4cher, da bin ich mir sicher.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Ing. Martin Dohr, Wolfsberg<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Nicht in \u00f6ffentlichen Medien!<\/strong><\/p><p>Ich bin gegen Beute- und Erlegerfotos in \u00f6ffentlichen Medien. Solche Beitr\u00e4ge heizen die Diskussion zwischen J\u00e4gerinnen bzw. J\u00e4gern und Jagdgegnern bzw. \u201eHobbytiersch\u00fctzern\u201c nur unn\u00f6tig an. \u00dcberzeugten (militanten) Jagdgegnern ist mit Argumenten nicht beizukommen und jede Diskussion \u00fcber Beute- oder Erlegerfotos f\u00fchrt zu nichts. Allein wenn man sich zum Beispiel auf Facebook die Reaktionen der Jagdgegner zu Beitr\u00e4gen der Jagdverb\u00e4nde durchliest, die teilweise unter die G\u00fcrtellinie gehen, meine ich zu erkennen, dass Beute- und Erlegerfotos auf derartigen Plattformen nichts verloren haben. Ich mache selbst auch Beute- und Erlegerfotos, die ich durchaus teile, aber nicht \u00f6ffentlich, sondern nur mit pers\u00f6nlich bekannten Weidkameraden.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Franz Proksch, Eggersdorf bei Graz<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Vergebliche Liebesm\u00fch<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Jagd ist \u2013 im Gegensatz zur Sexualit\u00e4t \u2013 unteilbare Intimit\u00e4t! Alle Eindr\u00fccke und Empfindungen w\u00e4hrend eines Revierganges geh\u00f6ren nur mir alleine und es ist unm\u00f6glich, diese Gef\u00fchle mit einer anonymen Masse von \u201eFollowern\u201c zu \u201eteilen\u201c. Ich sehe mich voll im Artikel von Andreas Hau\u00dfer best\u00e4tigt. Die diversen Blogger und Influencer betreiben lediglich ein Gesch\u00e4ftsmodell, in der Hoffnung, Emotionen verkaufen zu k\u00f6nnen. Sollte ich diesem \u201eGewerbe\u201c unrecht tun und es tats\u00e4chlich die Absicht haben, einer breiten \u2013 der Jagd grunds\u00e4tzlich negativ gegen\u00fcberstehenden, vor allem st\u00e4dtischen \u2013 Bev\u00f6lkerung die Jagd n\u00e4herzubringen, um so einen Beitrag zum gesellschaftlichen Meinungswandel zu leisten, so erachte ich dies als vergebliche Liebesm\u00fche. Ein Aufruf auf Youtube unter Eingabe von \u201eJagdvideos\u201c reicht und schon rollieren die st\u00e4rksten Keiler, fallen Hirsche, B\u00f6cke oder afrikanisches Gro\u00dfwild. Und das war\u2019s dann mit der Imagepflege.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Karl Schmutzer, Eisenstadt<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Geh\u00f6rt zur Jagd dazu<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">F\u00fcr mich und meine Jagdkameraden sind auch Fotos von Jagderfolgen normal und geh\u00f6ren zur Jagd dazu. Sowohl zur Dokumentation als auch zur Erinnerung an besonders sch\u00f6ne Jagderlebnisse. Dabei achten wir besonders darauf, saubere, sch\u00f6ne und schwei\u00dffreie Bilder zu erstellen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Christian Ofner, Arriach<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Festgehaltene Momente der Freude<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Fotos von erlegtem Wild sind meiner Meinung nach festgehaltene Momente der Freude, ein \u201eBeweis\u201c des jagdlichen Erfolges und dienen als Erinnerungsst\u00fccke, \u00e4hnlich der Troph\u00e4e. Erlegerfotos haben gegen\u00fcber der Jagdtroph\u00e4e auch den Vorteil, dass bildliche Erinnerungen von Nichttroph\u00e4entr\u00e4gern (Nachwuchsst\u00fccke, weibliches Wild etc.) geschaffen werden. Zu hinterfragen ist der Umgang mit diesen gemachten Fotos. In J\u00e4gerkreisen ist das Zeigen von Erlegerfotos wohl kein Problem, sobald diese Fotos aber die nicht jagende Bev\u00f6lkerung zu sehen bekommt, k\u00f6nnte es durchaus passieren, dass die Jagd und wir J\u00e4ger in ein schlechtes Licht ger\u00fcckt werden. Vor allem wenn es sich dabei um Fotos handelt, die erlegtes Wild aus dem Ausland (Stichwort Afrika) zeigen. Ich pers\u00f6nlich bin mit dem Onlinestellen von Erlegerfotos in den sozialen Medien eher vorsichtig. Wenn ich das mache, dann achte ich darauf, dass kein Schwei\u00df und kein Aufbruch zu sehen sind und dass das St\u00fcck brauchtumsgerecht pr\u00e4sentiert wird \u2013 es liegt auf seiner rechten K\u00f6rperseite und der letzte Bissen darf nat\u00fcrlich auch nicht fehlen. Au\u00dferdem achte ich darauf, dass auch die Umgebung (die Landschaft) abgebildet ist, damit das Bild stimmig ist. Weiters sollten keine alkoholischen Getr\u00e4nke zu sehen sein.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Womit ich selber Probleme habe, sind Bilder, bei denen die Erleger auf dem St\u00fcck sitzen oder es in irgendeiner Weise respektlos behandeln und darstellen. Ich pers\u00f6nlich sah schon ein Bild, bei dem der \u201eJ\u00e4ger\u201c dem erlegten Rehbock in den Lauscher bei\u00dft! Wenn jemand so ein Bild f\u00fcr sich machen m\u00f6chte, dann soll er\/sie es so machen \u2013 nur bitte nicht ver\u00f6ffentlichen! Solche schwarzen Schafe besudeln mit ihrem Handeln unser J\u00e4gerhandwerk.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Prof. Raffael Kupfer, G\u00f6stling an der Ybbs<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ich stehe dazu!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich beziehe seit \u00fcber 50 Jahren den ANBLICK und freue mich immer, wenn ich die aktuelle Ausgabe erhalte! Grunds\u00e4tzlich stehe ich zu den Erlegerfotos, wenn das erlegte Wild dementsprechend nach altem Weidmannsbrauch zur Strecke gelegt wurde!&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Franz Pfister, Gnas<\/em><\/p><p><em>&nbsp;<\/em><\/p>"}},{"identifier":"0a50b437-0bc3-4396-93b0-fb6f0de38565","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/91acf4da4deac1151e03cb76988cb72ec56879e7\/Bilder_1200x616_Erlegerfotos_02-1024x526.jpg","caption":"<p>Erinnerungsfotos, die an das typische Gro\u00dfwildj\u00e4ger-verhalten von anno dazumal gemahnen, sollten unterlassen werden.<\/p>"}},{"identifier":"a9916089-c841-4107-88e1-66e109ec2469","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Wer sind die Adressaten?<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die Frage der generellen Zul\u00e4ssigkeit der Verbreitung eines Erlegerbildes greift meines Erachtens zu kurz, weil es auf weitere wesentliche Parameter ankommt:<\/p><p style=\"text-align:justify;\"><strong>Wer und was ist auf dem Foto abgebildet?<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 nur das erlegte St\u00fcck<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 das erlegte St\u00fcck mit dem J\u00e4ger<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 respektvoll und dem\u00fctig dankbarer J\u00e4ger<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 alle lachen und es scheint der Respekt zu fehlen \u2026<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 die gesamte Strecke einer Bewegungsjagd (gegebenenfalls mehr als 100 St\u00fcck Schalenwild)<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 die gesamte Strecke einer Niederwildjagd (gegebenenfalls mehrere 100 St\u00fcck)<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 die eigene Strecke einer guten Brunftjagd mit mehreren St\u00fcck Wild ...<\/p><p style=\"text-align:justify;\"><strong>An welchen Personenkreis geht das Bild?<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 dient nur der eigenen Erinnerung und bleibt privat<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 Mitj\u00e4ger<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 Jagdherren und Jagdpersonal<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 Freundeskreis<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u2013 an einen unbestimmten Personenkreis (zum Beispiel Instagram oder \u00c4hnliches)<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Meines Erachtens besteht das Problem vorrangig im sorglosen Umgang bei der Verbreitung der Bilder an einen unbestimmten beziehungsweise falschen Adressatenkreis. Die Aufnahmen, die der eigenen Erinnerung und der Dokumentation f\u00fcr einen beschr\u00e4nkten unmittelbar betroffenen Personenkreis dienen, sind wertvoll und jedenfalls berechtigt. Dass die Erlegung starken Wildes oft vielen unterschiedlichen Umst\u00e4nden wie der Habitatqualit\u00e4t, der nachhaltigen und guten Jagdbewirtschaftung, der guten Jagdf\u00fchrung und nicht zuletzt auch dem Zufall zu verdanken sein d\u00fcrfte, wird oft in der ersten gro\u00dfen Freude \u00fcber das gro\u00dfe Erlebnis vergessen, sollte aber jedenfalls unmittelbar danach und vor der wahllosen Verbreitung der Fotos in Erinnerung kommen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Mir sind Fotos als Erinnerung und f\u00fcr Dokumentationen immer wichtig gewesen und ich halte die Weitergabe an einen bestimmten Kreis kundiger Personen, die die Fotos auch nicht weiterverbreiten, f\u00fcr gut. Auf meinen Fotos ist aber entweder nur das St\u00fcck oder das erlegte St\u00fcck mit meinem Jagdbegleiter zu sehen. Wenn ich mich sehen will, schaue ich in den Spiegel und da erkenne ich kaum etwas Verbreitungsw\u00fcrdiges.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Dr. Stephan Probst, Wien<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>J\u00e4ger, keine Psychopathen!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Beute- und Erlegerfotos sind f\u00fcr mich eine sch\u00f6ne Erinnerung und daher durchaus okay. Bei der Ver\u00f6ffentlichung solcher Fotos (mit Gewehren, Schalld\u00e4mpfern etc.) handelt es sich f\u00fcr mich aber um Psychopathen. Seit etwa 50 Jahren \u00fcbe ich intensiv die Jagd aus und konnte daher die genannten Erfahrungen machen.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Theo Moser, Zederhaus<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Den Eindruck von Selbstdarstellung vermeiden<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ein Foto vom erlegten Wild ist f\u00fcr den J\u00e4ger selbst ein Festhalten von Erinnerungen, f\u00fcr Nichtj\u00e4ger h\u00e4ufig erschreckend oder ekelerregend. Wer sein Umfeld nicht kennt, der hat dann ein Problem. Das ist v\u00f6llig in Ordnung! Ein Weiterleiten an Bekannte mit den aktuellen Medien macht den Eindruck einer Selbstdarstellung, vielleicht sogar um Neid zu erwecken, was f\u00fcr ein toller J\u00e4ger man ist. Das Foto, eine Geschichte zum Erlebten als Fotobuch, hat f\u00fcr mich einen besonderen pers\u00f6nlichen Wert, es freut mich immer wieder, an erlebte Jagd in Bild und Text zu denken.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Martin Vormann, Iserlohn, Deutschland<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ausdruck ehrlichen Weidmannsheils<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich glaube, man kann Teilen der Gesellschaft zumuten, ein Erlegerfoto anzusehen. Der letzte Bissen, der Bruch am Hut und ein Ausdruck im Gesicht, der die Ehrfurcht vor der Kreatur zum Ausdruck bringt. Kein Posieren mit der Jagdwaffe! Ein ehrliches Weidmannsheil mit Bruch\u00fcbergabe und einem H\u00e4ndedruck, dann entspricht dies der W\u00fcrde des erlegten St\u00fcckes!<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Peter Pirker, Launsdorf<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>An eigenen Fotos erfreuen!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Als J\u00e4ger kann man mit Stolz ein solches Foto f\u00fcrs Album beziehungsweise in der heutigen Zeit digital am Handy haben und die Freude mit anderen Weidkollegen beziehungsweise Nichtj\u00e4gern teilen. Jeder \u00e4ltere J\u00e4ger hat ein oder mehrere Fotoalben, wo jedes Foto Erinnerungen an die jeweilige Situation wach werden l\u00e4sst. Jagd ist auch, St\u00fccke aus der Natur zu entnehmen und so einen gesunden Wildbestand zu erhalten. Man muss der nicht jagenden Bev\u00f6lkerung alle Aufgaben der Jagd n\u00e4herbringen, damit hier das Image, nur \u201eaus Lust zu t\u00f6ten\u201c, verschwindet und das Image der J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger sich nachhaltig wieder verbessert. In der Notzeit das Wild artgerecht und ordentlich zu f\u00fcttern, auf einen gesunden bzw. artenreichen Wildstand zu achten, Biotopverbesserungen zu unterst\u00fctzen, Hecken anzulegen, Schule und Natur \u2013 den Kindern Wildtiere, Pflanzen, B\u00e4ume, Biotope und den Umgang mit diesen zu erlernen und vieles mehr. Bedenklich sehe ich hier nur Fotos mit J\u00e4gern, gekleidet von Kopf bis Fu\u00df in Tarnkleidung, bewaffnet mit Nachtsichtger\u00e4ten, W\u00e4rmebildkamera, Waffen mit Schalld\u00e4mpfer und so weiter. Hier entsteht eher der Eindruck einer Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung anstatt einer verantwortungsvollen, nachhaltigen, weidgerechten Jagdaus\u00fcbung. Wenn solche Bilder dann auch noch \u00fcber das Internet verbreitet werden, k\u00f6nnen diese Fotos nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. Dabei kann ein einzelnes Foto die Bem\u00fchungen aller J\u00e4ger wieder vernichten.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Jagdgegner und -hasser kann man sowieso schwer bis gar nicht vom Gegenteil \u00fcberzeugen \u2013 ob man nun Fotos aus dem jagdlichen Alltag macht und postet. Ich trage seit nunmehr 40 Jahren den gr\u00fcnen Rock und freue mich \u00fcber all meine Fotos aus der Vergangenheit und hoffe, dass noch viele sch\u00f6ne Momente auf Fotos festgehalten werden. Wir J\u00e4ger k\u00f6nnen auch weiterhin mit Bedacht Fotos machen und diese Freude auch mit anderen teilen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Gerald Witzmann, Lambrechten<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Wertsch\u00e4tzung sichtbar machen!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Sch\u00f6nheit liegt im Auge des Betrachters. F\u00fcr mich soll ein Foto die Dankbarkeit und Wertsch\u00e4tzung dem erlegten Gesch\u00f6pf gegen\u00fcber zeigen sowie die richtige Pr\u00e4sentation mit den entsprechenden Br\u00fcchen etc. Es soll die Stimmung und Gegend zeigen. Das Wild soll im Mittelpunkt stehen \u2013 nicht prahlerisch, sondern nat\u00fcrlich, der Erleger dabei im Hintergrund und dem Kulturkreis angepasst! Keine Camouflagekleidung im Gebirge! Leider sind oft Optik oder Waffe zu sehr im Vordergrund. Wenn Waffe, dann so, dass diese \u00e4sthetisch und nicht bedrohlich wirkt! Wenn schon eine wertvolle \u201eFerlacherin\u201c dabei ist, bitte ohne Schalld\u00e4mpfer (zumindest auf dem Foto)! Ein Erlegerfoto soll auch nach vielen Jahren noch eine Geschichte erz\u00e4hlen, als w\u00e4re es gestern geschehen! Respekt und Demut, jagern zu d\u00fcrfen, sollen sp\u00fcrbar sein! Wertsch\u00e4tzung ist sichtbar zu machen, nur so werden auch die nicht jagenden Betrachter die Freude und M\u00fche, die die Jagd verlangt, verstehen!&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Ernst Gebeshuber, Waldneukirchen<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Verbreitung nur im Kreis der Jagdkameraden<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wird ein Tier weidgerecht erlegt und das Wildbret in den Nahrungskreislauf aufgenommen, kann zur Freude des Erlegers ein Erinnerungsfoto an seine Jagdkameraden \u00fcbermittelt werden. Derartige Fotos sollen nicht in soziale Medien eingestellt werden.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Rupert Reininger, Obing, Deutschland<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ver\u00f6ffentlichungen gut \u00fcberlegen!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich finde Beute- und Erlegerfotos grunds\u00e4tzlich in Ordnung, solange sie respektvoll aufgenommen werden und nicht der Selbstdarstellung dienen. F\u00fcr mich geh\u00f6ren sie zur Jagd dazu und sind eine Erinnerung an ein besonderes Erlebnis. Entscheidend ist, dass dem erlegten Wild mit Respekt begegnet wird. Ich kann aber auch verstehen, dass Menschen ohne Bezug zur Jagd solche Bilder als befremdlich empfinden. Deshalb sollte man sich gut \u00fcberlegen, wo und wie man solche Fotos ver\u00f6ffentlicht.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Sandra Moser, Zederhaus<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ohne Hut und ohne Waffe!<\/strong><\/p><p>Gr\u00fc\u00df Gott zuallererst, ich bin Jungj\u00e4ger. Dieses Bild mit den beiden Jagdkameraden im ANBLICK ist zwar gut gemeint, lehne ich aber ab. Ein Weidmann mit abgenommenem Hut mit Blickrichtung Fotografen und ohne Waffe, sie ist unser Werkzeug und muss ja nicht unbedingt abgebildet sein \u2013 auch im Hinblick auf die Sicherheit! So stelle ich mir ein Erlegerfoto vor.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Ferdinand Scharl, Salzburg<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Gilt auch f\u00fcr die Redaktion!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Zu Recht verzichtet der ANBLICK seit Langem schon auf solche Darstellungen und unterscheidet sich damit auf angenehme Weise von \u201eanderen\u201c Jagdzeitungen. Dies sollte auch f\u00fcr den Abdruck von Beute-, Erleger- und Nachsuchengschichtln gelten (meist eingesandt von narzistischen Abonnenten und sogar \u00fcber zwei Ausgaben sich hinziehend). Auf Nichtj\u00e4ger mag es absto\u00dfend wirken; f\u00fcr die meisten Weidm\u00e4nner ist das einfach langweilig.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Dr. Robert Thaller, Salzburg&nbsp;<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Triumphalistisches Gebaren vermeiden!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die Weidgerechtigkeit hatte in der Vergangenheit eine grundlegend andere Bedeutung und war gr\u00f6\u00dftenteils mit dem regelkonformen Verhalten (Sitte und Brauch) der J\u00e4gerschaft untereinander konnotiert. Erst viel sp\u00e4ter und aktuell hat sich die Weidgerechtigkeit vor allem mit einem m\u00f6glichst ethischen Verhalten gegen\u00fcber Wild und Natur definiert. Um aber den polemisierenden Jagdgegnern sozusagen den Wind aus dem Fang zu nehmen, w\u00e4re es meiner Ansicht nach besser, jegliches triumphalistische Gebaren nach der Erlegung zu vermeiden. Sicher ist die Freude \u00fcber die Jagdbeute stets berechtigt, aber ein allzu breites L\u00e4cheln (um nicht zu sagen Grinsen) mit der Waffe in der Hand oder deren Ablegung am St\u00fcck wird so manches Vorurteil gegen\u00fcber dem Weidwerk nur noch weiter befeuern. Man achte also vielleicht darauf, hier den n\u00f6tigen Ernst und Respekt zu zeigen, schon eben auch im Hinblick darauf, dass sich heutzutage ja Bilder und Videos in Windeseile im Netz verbreiten. Erinnerungsfotos, die manchmal eher an das typische Gro\u00dfwildj\u00e4gerverhalten von anno dazumal gemahnen, sollten wohl besser unterlassen werden. Auch hier tragen die achtsamen J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger gegen\u00fcber einer kritisch eingestellten Gesamtgesellschaft eine entsprechende Verantwortung.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Dr. Harald W. Vetter, Graz<\/em><\/p>"}},{"identifier":"8c8730e5-4920-4bbb-87c7-271893326940","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/be1ed4ae3c5281cce9aa8469248956ba780a27cd\/Bilder_1200x616_Erlegerfotos_03-1024x526.jpg","caption":""}},{"identifier":"254af64e-2bef-493e-9ff6-15620f5fdc77","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Nicht nur das H\u00e4uptl!<\/strong><\/p><p>Erlegerfotos wie auf dem Foto im ANBLICK finde ich okay. Es kann auch nur das erlegte St\u00fcck sein. Aber Fotos nur vom H\u00e4uptl auf Platten, am Tisch und so weiter finde ich unn\u00f6tig.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Franz Strohmeier, Wagna<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Brauchtum aufrechterhalten!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich bin der Meinung, ein Erlegerfoto geh\u00f6rt als Erinnerung unbedingt dazu. Warum soll es als ekelerregend eingestuft werden? Jeder normal denkende Mensch wei\u00df doch, dass die Beute zur Jagd geh\u00f6rt. Ein kurzes Beispiel: Als Jungj\u00e4ger vor etwa 30 Jahren in unserem Stammlokal mit Fremdenzimmervermietung war es unser Brauch, beim Sch\u00fcsseltrieb das Haupt vom erlegten Bock in einem geschm\u00fcckten Holzkistl auf den Tisch zu legen, obwohl Fremde diesen Anblick mitansehen mussten. Es war auch nie eine negative Bemerkung von diesen zu h\u00f6ren. Der damalige Jagdleiter fragte sich, wie lange wir das so noch machen k\u00f6nnen. Meine Antwort war damals als Jungj\u00e4ger prompt: \u201eWenn wir uns dieses gemeinsame Erfreuen eines Jagdgl\u00fccks in der \u00d6ffentlichkeit nehmen lassen, dann sind wir selber schuld.\u201c Darum sollen wir J\u00e4ger das Brauchtum \u2013 heutzutage mit Handyfoto \u2013 aufrechterhalten und nicht mit dem Attribut \u201eekelerregend\u201c in Verbindung bringen lassen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Josef Jedinger, Strobl<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>H\u00f6chst intim und privat<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Meines Erachtens sind nicht die Erlegerfotos das Problem, sondern die T\u00f6tungsszenarien. Die geh\u00f6ren ganz einfach nicht ins Internet. Bei den Erlegerfotos bin ich nicht ganz sicher, aber ich selbst w\u00fcrde sie niemals posten. Das ist einfach eine h\u00f6chst intime und private Angelegenheit \u2013 und deshalb nichts f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Detlef Riechert, Coesfeld, Deutschland<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Freie Wahl der Information<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ablehnung oder Akeptanz muss oder darf der heutigen emanzipierten Gesellschaft zumutbar sein. Jedes f\u00fcr sich kann immense Wellen schlagen, aber warum? Wir bekommen eine Flut jeglicher Information auf unseren tragbaren Funkfernsprecher, welcher f\u00fcr die Funktion des Miteinandersprechens schon fast am wenigsten genutzt wird. Pushnachrichten jeglicher Art \u00fcberfluten den Nutzer und diese m\u00fcssen nur dramatisch genug formuliert sein, um auch angetippt zu werden. Einmal gesehen und eine bestimmte Zeit \u2013 es gen\u00fcgen Sekundenbruchteile \u2013 werden fortw\u00e4hrend immer wieder Nachrichten der gleichen oder \u00e4hnlichen \u201eInformationen\u201c gesendet. Wir als Nutzer treffen die Entscheidung mit dem Umgang dieser Informationen und sind somit selbst daf\u00fcr verantwortlich.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Es ist noch nicht sehr lange her, da musste man auf erstellte Fotos einige Zeit warten. Vorrangig bis der Film in der Kamera zu Ende war, die Entwicklungszeit und dann waren zwischen Landschaftsfotos, Verwandtschaftsbildern und Feierlichkeiten auch Erleger- und Beutefotos. Jedes f\u00fcr sich kam in ein eigenes sogenanntes Album und der Betrachter konnte selbst entscheiden, welches er anschauen wollte und ob es f\u00fcr ihn zumutbar war oder nicht. \u00c4u\u00dferungen wurden auch hier kundgetan. Ob verbal oder auch nur die Gestik B\u00e4nde sprach, aber \u00fcber den Ersteller wurde nicht geurteilt. So sollte es auch heute sein, es ist nur die Hardware eine andere.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Martin Kieler, Bad Mitterndorf<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Bilder nur als eigene Erinnerung<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Meiner Meinung nach sollte man keine klassischen Erlegerfotos ver\u00f6ffentlichen, als eigene Erinnerungen nat\u00fcrlich schon, aber nicht in Social Media. Stille Bilder ohne Menschen und Schwei\u00df finde ich aber total in Ordnung. Es kennt niemand den Hintergrund von einem Bild und tendenziell wird immer was Dramatisches oder Schlimmes hineininterpretiert. Ich bin zwar f\u00fcr die Realit\u00e4t, nur sollte man vorsichtig mit der allgemeinen Ver\u00f6ffentlichung sein. Ich sch\u00e4tze die Berichte von Christine Fischer, sie macht gute Berichte.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Markus Moisl, Scheffau a. T.<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Weniger ist oft mehr<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich gehe mittlerweile \u00fcber 50 Jahre \u201ejagern\u201c und w\u00fcrde es schmerzlich vermissen, wenn ich bei der R\u00fcckschau auf diese lange Zeitspanne keine Fotos von den vielen sch\u00f6nen Erlebnissen mit teilweise schon lange verstorbenen Jagdkameraden h\u00e4tte. Ob es notwendig ist, sich \u00fcberall und sofort mit m\u00f6glichst allen erreichbaren Personen per Handy nach jeder Erlegung auszutauschen, das sei dahingestellt. Hier gilt zumindest f\u00fcr mich: \u201eWeniger ist oft mehr ...\u201c<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Hans Knauseder, Aspach<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Diskussionsbereit<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Ich bin auch J\u00e4ger, auch mein Sohn und meine beiden Enkel. Ich schreibe gerade meine Memoiren, das Kapitel \u201eJagd\u201c wird nat\u00fcrlich ein wichtiger Teil. Mein Sohn m\u00f6chte keine Bilder von sich mit toten Tieren. Bei den Gro\u00dfkindern bin ich mir unsicher. Ich bin 80 Jahre alt, mich st\u00f6ren Anfeindungen von militanten Tiersch\u00fctzern weniger. Wer m\u00f6chte mir seine Meinung mailen (office@palmers.ch)?&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Walter Palmers, Sursee, Schweiz<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Zur\u00fcck zum ehrlichen Weidwerk!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Solange solche Bilder\/Fotos ins Netz gestellt werden, man Jagd als Schie\u00dfsport auf bewegte Ziele betreibt, Wild als Sch\u00e4dling und Ungeziefer sieht, nach einer Woche Kurs zum J\u00e4ger gepr\u00fcft wird und immer mehr Technik bei der Jagd geduldet und verwendet wird, tr\u00e4gt die beste \u00d6ffentlichkeitsarbeit keine Fr\u00fcchte! Ich denke, wir m\u00fcssen alle wieder zur\u00fcck zum ehrlichen Weidwerk, wie es eine alte J\u00e4gerweisheit im ANBLICK 8\/2026 besagt. Leider werden die alten Ansichten heute gro\u00dfteils bel\u00e4chelt.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Gerhard Freisinger, Kindberg<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ein sch\u00f6nes Landschaftsbild mit Tier und Mensch<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das Bild im ANBLICK gef\u00e4llt mit sehr gut, vor allem sollte nicht die Troph\u00e4e allein der wichtigste Punkt sein, sondern alles Drumherum, das St\u00fcck oder die St\u00fccke, wie sie gebettet sind, die Br\u00fcche, die sch\u00f6ne Landschaft, umgeben von Wiesen, Latschen, Wald, Bergen, wenn m\u00f6glich auch mehrere Personen in netter Unterhaltung wie eben auf diesem Bild. Ich finde es besser ohne Waffen, vielleicht mit Fernglas, Spektiv, Bergstock oder Rucksack.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Fritz Reis, Uttendorf<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Schie\u00dfen bringt Klicks<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Da speziell im Internet diese Fotos oft sehr kontrovers aufgefasst und dann auch entsprechend kommentiert werden, habe ich mich Mitte Juni bem\u00fc\u00dfigt gesehen, speziell den Reilmann-Br\u00fcdern diesbez\u00fcglich zu schreiben:<\/p><p style=\"text-align:justify;\">\u201eMeiner bescheidenen Meinung nach erweist Ihr mit Euren Beitr\u00e4gen unserer gesamten J\u00e4gerschaft einen B\u00e4rendienst! Immer nur schie\u00dfen, schie\u00dfen und nochmals schie\u00dfen ... Deshalb wird unser Tun von gewissen Gruppierungen st\u00e4ndig nur aufs Schie\u00dfen und Tieret\u00f6ten reduziert \u2013 w\u00e4re nicht schlecht, wenn einige anschauliche Beispiele \u00fcber Hegema\u00dfnahmen und Revierarbeiten etc. von Euch pers\u00f6nlich gezeigt werden w\u00fcrden! Bringen eventuell nicht so viele Klicks, w\u00e4ren aber f\u00fcr uns ein echter Gewinn, denn mit solchen Aktionen k\u00f6nnte man unsere Angriffsfl\u00e4che reduzieren \u2013 denkt einfach dar\u00fcber einmal nach \u2013 st\u00e4ndige Erlegerfotos vermitteln ein falsches Bild von uns \u2026!\u201c<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die Antwort kam umgehend und wie bef\u00fcrchtet wurde mir kurz mitgeteilt, dass diese Leute von Klicks leben und ich selber mittlerweile mitbekommen habe, dass Beute- und Erlegerfotos von unseren eigenen Leuten ein weitaus gr\u00f6\u00dferes Interesse wecken als Hegebilder oder -videos! Selbstverst\u00e4ndlich ist oft ein nicht zu rei\u00dferischer Begleittext und eine entsprechende Auswahl an \u00c4sthetik zu beachten, um eventuell sogar selbsterkl\u00e4rend zu wirken und wenn m\u00f6glich keinen Shitstorm auszul\u00f6sen. Ganz wichtig dabei sind unsere Glaubw\u00fcrdigkeit und unser Handeln, um das Handwerk Jagd entsprechend zu repr\u00e4sentieren, ohne elit\u00e4r oder gar \u00fcberheblich zu wirken!<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Alexander Wilhelm, Kaumberg<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Beutebilder keinesfalls \u00f6ffentlich teilen!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">In einer J\u00e4gerfamilie aufgewachsen, konnte ich nie verstehen, wie man sich \u00fcber den Tod eines Wildtieres freuen kann, und der Anblick von erlegten Wildtieren war mir eher unangenehm. Erst als ich selbst J\u00e4gerin wurde und mich diese \u00fcberw\u00e4ltigende Freude und Ergriffenheit bei jagdlichen Erfolgen in Besitz nahm, wurde mir klar, dass man das nur verstehen kann, wenn man es selbst erlebt hat. Dass man diese Freude mit befreundeten J\u00e4gern und jagdlich interessierten Freunden teilen will, kann ich nachvollziehen. Aber f\u00fcr die breite Masse der \u00d6ffentlichkeit in den sozialen Medien halte ich solche Bilder als vollkommen ungeeignet. Ich empfinde es als entw\u00fcrdigend, wenn Bilder erlegter Wildtiere fremden Menschen pr\u00e4sentiert werden, welche diese eventuell ekelerregend finden und keine Ehrfurcht vor dem Tode dieser Mitgesch\u00f6pfe f\u00fchlen. Ich bin der Meinung, dass solche Bilder immer mehr zur Ablehnung der Jagd in unserer Gesellschaft beitragen.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Monika Baudrexl,<\/em><br><em>Garmisch-Partenkirchen, Deutschland<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Toleranz ist gefragt&nbsp;<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Als J\u00e4ger ist das Erlegen von Wild nur ein kleiner Teil der Jagd, geh\u00f6rt aber dazu und ist ein Erlebnis voller Respekt und Ehrfurcht vor der Natur und dem erlegten St\u00fcck Wild. Leider erleben wir eine Zeit, wo sehr viele Leute keine Ahnung von der Jagd haben und allem, was sonst noch dazugeh\u00f6rt, aber dar\u00fcber richten wollen. Die Leute, die Toleranz fordern, sind selbst die intolerantesten .<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>J. Zimmermann<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Zuerst aufbrechen!<\/strong><\/p><p>Ich jage schon seit 45 Jahren und Fotos von erlegtem Wild mit dem Erleger oder Treiber sind f\u00fcr mich ganz normal. Worauf ich als Pirschf\u00fchrer gro\u00dfen Wert lege, ist zuerst das saubere Versorgen vom St\u00fcck, das Aufbrechen, das Brechen von Beute- und Sch\u00fctzenbruch.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Gebhard Juen, See \u2013 Paznauntal<\/em><\/p>"}}]}