{"identifier":"be9cf122-02e3-43c7-bbb9-850b38c7ca32","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Noch nicht \u00fcber den Berg","subTitle":"Steigen die Temperaturen weiter, k\u00f6nnten bis ins Jahr 2070 mehr als die H\u00e4lfte des Steinwildlebensraumes verloren gehen.","teaserText":null,"uriPathSegment":"noch-nicht-ueber-den-berg","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/8d186934e699311a00786b59d7b9b22807e734ff\/Bilder_1200x616_Reiner_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"35871666-0e38-4099-abd7-6a714ecba768","title":"Wildbiologische Splitter"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"609e822f-5d2c-4cee-8f6f-7a205b811afe","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Der Alpensteinbock gilt heute als nicht gef\u00e4hrdet. Eine neue Modellstudie zeichnet f\u00fcr die kommenden Jahrzehnte jedoch ein deutlich weniger beruhigendes Bild. Ausgehend von der aktuellen Verbreitung und den damit verbundenen klimatischen und topografischen Bedingungen, untersuchten Forschende, wie sich der geeignete Lebensraum bis 2050 und 2070 ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Mit Abstand wichtigster Einflussfaktor war die mittlere Jahrestemperatur. In einem moderaten Klimapfad, der bis zum Ende des Jahrhunderts auf rund 2,7 Grad globale Erw\u00e4rmung hinausl\u00e4uft, k\u00f6nnten bis 2050 etwa 26 Prozent und bis 2070 rund 31 Prozent des derzeit geeigneten Lebensraums verloren gehen. Bei einer Erw\u00e4rmung von etwa 4,4 Grad w\u00e4ren es bis 2070 durchschnittlich 50 Prozent, je nach Klimamodell sogar bis zu 59 Prozent. Besonders stark betroffen w\u00e4ren die Westalpen; nur wenige neue Fl\u00e4chen entst\u00fcnden in h\u00f6chsten Lagen. Auch \u00d6sterreich bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont: Ausgerechnet am Hochschwab, dem Gebiet mit der gr\u00f6\u00dften Steinbockpopulation, erwarten die Modelle hierzulande die st\u00e4rksten Verluste an geeignetem Lebensraum. Die Wiedereinb\u00fcrgerung in zahlreichen Gebirgsgruppen der Alpen, darunter auch viele in \u00d6sterreich, war eine gro\u00dfe Erfolgsgeschichte. Gut 100 Jahre nach den ersten Aussetzungen sind wir noch nicht \u00fcber den Berg. Mit dem Klimawandel kommt nun ein neuer Player hinzu \u2013 und er ver\u00e4ndert die Spielregeln grundlegend.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Rudolf Reiner<\/em><\/p>"}}]}