{"identifier":"3d58cf78-61cb-489f-94e4-2e1a48fdabd1","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"\u00d6sterreichische Jagdstatistik 2025\/26: Gleichstand bei Sauen und Hasen","subTitle":"Bedingt durch den Ausbruch der Myxomatose im Vorjahr und den damit verbundenen teilweisen Jagdverzicht, sank die Hasenstrecke auf lediglich 44.845 St\u00fcck. Die gleichzeitige periodische Zunahme beim Schwarzwild sorgte zahlen-m\u00e4\u00dfig beinahe f\u00fcr einen Gleichstand.","teaserText":null,"uriPathSegment":"oesterreichische-jagdstatistik-2025-26-gleichstand-bei-sauen-und-hasen","dateTime":{"date":"2026-10-30 01:00:00.000000","timezone_type":3,"timezone":"Europe\/Berlin"},"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/f18764654ce5c24448fa451a3e0bc65724e54652\/Bilder_1200x616_Jagdstatistik_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"845266f0-a238-41f2-ab4b-630d7009183c","title":"Jagd heute"}],"categories2":[],"public":true},"childNodes":[{"identifier":"1ba711e7-3b59-4bd4-98c6-da150d68b64e","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Jagdstatistik der Statistik Austria f\u00fcr das abgelaufene Jagdjahr 2025\/26 wurde am 8. Oktober ver\u00f6ffentlicht. Tendenziell wurden dabei die Zahlen der vorangegangenen Jahre fortgeschrieben. Dennoch gab es ein paar \u00dcberraschungen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p><p><strong>Sauen im Zickzack<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Schwarzwild ist unstet, das wissen alle J\u00e4ger, die damit betraut sind. Das spiegelt sich auch in den Abschusslisten wider. Nach einer markanten Zunahme w\u00e4hrend der vergangenen 30 Jahre war es 2024 zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen R\u00fcckgang um ein Drittel gekommen \u2013 trotz aller damals schon erlaubten Nachtzieltechnik. Dieser Einbruch wurde im abgelaufenen Jagdjahr weitestgehend kompensiert, wenngleich zu den Rekordstrecken noch einiges fehlt. 60 Prozent der 43.940 erlegten Sauen entfielen dabei auf Nieder\u00f6sterreich und weitere 23 Prozent auf das Burgenland. In Zentral- und Ost\u00f6sterreich lag die Steiermark knapp vor Ober\u00f6sterreich mit sechs beziehungsweise f\u00fcnf Prozent des Anteils. In Vorarlberg wurde kein einziges St\u00fcck gemeldet.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p><p><strong>H\u00f6here Gewalt beim Hasen<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Im vergangenen Jahr kam es in \u00d6sterreich zu einem Ausbruch von Myxomatose oder Kaninchenpest beim Feldhasen. Betroffen waren vorwiegend Reviere aus Nieder\u00f6sterreich und dem Burgenland. Um den Hasen nicht noch weiter unter Druck zu bringen, wurde gro\u00dffl\u00e4chig auf die Bejagung verzichtet, was zu einem R\u00fcckgang der Strecke um 80 Prozent f\u00fchrte. Alleine dadurch \u201efehlten\u201c mehr als 50.000 Hasen, die zu einem weitgehend erwartbaren Ergebnis gef\u00fchrt h\u00e4tten. Wie sich diese Situation heuer darstellt, ist noch nicht sicher. Einiges deutet allerdings darauf hin, dass sich die Bes\u00e4tze langfristig auf diesen Erreger einstellen k\u00f6nnten.<\/p>"}},{"identifier":"b2fb56e3-1be9-4c67-bcb2-6b8c6b18f912","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/e6b30036b714c9f893728aade4d82a70a2769b43\/_Bilder_1200x616_Jagdstatistik_02_NEU2-1024x490.jpg","caption":"<p>Das markante Zahlentief von 2024 wurde beim Schwarzwild im Vorjahr wieder gro\u00dfteils ausgeb\u00fcgelt.<\/p>"}},{"identifier":"6ca77ea2-b035-445f-8ba8-86570eb10558","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/58d5b63b-474b-4a2f-9507-c8ceb1461d6c","caption":"<p>Die Kaninchenpest im Osten \u00d6sterreichs ist f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnlich geringen Abschusszahlen beim Hasen verantwortlich.<\/p>"}},{"identifier":"4b5f2619-a70f-4078-9248-0218dfed43e5","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Leichtes Plus bei Rot- und Rehwild<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Geringf\u00fcgige Zuw\u00e4chse gab es bei den beiden wichtigsten Schalenwildarten. Beim Rotwild kletterte der Wert um 3,1 Prozent auf fast 60.000 St\u00fcck, was einer der h\u00f6chsten St\u00fcckzahlen \u00fcberhaupt entspricht. Mit 12.088 St\u00fcck konnte sich die Steiermark als Rotwildhochburg immer noch behaupten, K\u00e4rnten (11.496) und Tirol (11.276) folgten mit geringem Abstand auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei, wobei die ersten beiden Bundesl\u00e4nder ihre Beute steigern konnten, w\u00e4hrend diese weiter im Westen sank.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent fiel die Ver\u00e4nderung beim Reh geringer aus. Dennoch wurde hier die h\u00f6chste jemals gemeldete Abschusszahl erreicht, sieht man von der im Vorjahr von der Statistik Austria urspr\u00fcnglich kolportieren, aber falschen Zahl ab. Mit 84.000 sowie 83.000 Meldungen f\u00fchren Nieder\u00f6sterreich und Ober\u00f6sterreich das Bundesl\u00e4nderranking an. Deutlich abgeschlagen folgen dahinter die Steiermark mit 54.000 sowie K\u00e4rnten mit 30.000 Rehen. Interessanterweise sind die Fallwildzahlen im Jahresvergleich um 7,5 Prozent gesunken, und zwar von 69.000 auf 64.000 St\u00fcck.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p><p><strong>Bergab beim Steinwild<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Von den sonstigen Schalenwildarten ist die Ver\u00e4nderung beim Steinwild auffallend. Die Streckenzahlen bei dieser Wildart nehmen konstant zu. Im Vorjahr wurden mit 795 St\u00fcck allerdings um zwei Prozent weniger abgesch\u00f6pft als im Vergleichszeitraum \u2013 der L\u00f6wenanteil von 476 St\u00fcck davon in Tirol. Gleichzeitig ist auch die Fallwildrate von 102 auf 71 St\u00fcck gesunken, was bei dieser Bergwildart eine markante Gr\u00f6\u00dfe sein kann.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Es wurden im Vorjahr 22.179 G\u00e4msen geschossen und damit fast genau gleich viele wie 2024. Auch die Fallwildzahl war mit 1.414 St\u00fcck praktisch ident. In der Vergangenheit gab es auch immer wieder Jahre mit mehr als 2.000 St\u00fcck Verlust. Was die Bundesl\u00e4nder angeht, liegt Tirol mit 7.088 G\u00e4msen voran, dahinter folgen die Steiermark (4.076), K\u00e4rnten (3.522) und Salzburg (2.574).&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Sikawild hat in \u00d6sterreich nur regionale Bedeutung. Der Gro\u00dfteil der 343 St\u00fcck wurde in Nieder\u00f6sterreich erlegt, im Jahr davor waren es nur 261 gewesen. Auch Muffel kamen mit 2.692 etwas mehr zur Strecke als im Jahr davor. Selbst in der Wolfshochburg K\u00e4rnten scheint es noch stabile Wildschafbest\u00e4nde zu geben, der prophezeite markante R\u00fcckgang l\u00e4sst sich in der Statistik nicht ablesen. Im Jagdjahr 2020 beispielsweise war die Abschusszahl um 500 St\u00fcck geringer. An sonstigem Haarwild kamen dar\u00fcber hinaus zur Strecke: 1.682 St\u00fcck Damwild (minus 26,8 Prozent), 953 Kaninchen (minus 41,1 Prozent), 7.820 Murmeltiere (plus 9,5 Prozent), 10.953 Dachse (plus 10,5 Prozent), 64.369 F\u00fcchse (plus 6,3 Prozent), 22.910 Marder (plus 5,0 Prozent), 4.437 Iltisse (plus 6,1 Prozent), 100 Marderhunde (plus 92,3 Prozent), 28 Waschb\u00e4ren (plus 47,4 Prozent). Die Zahlen von W\u00f6lfen, Ottern, Bibern oder Goldschakalen werden in dieser Statistik bislang nicht erfasst.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p><p><strong>Flugwild auf \u00e4hnlichem Niveau<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die Streckenzahlen bei den meisten Flugwildarten waren in der Vergangenheit r\u00fcckl\u00e4ufig. Im abgelaufenen Vergleichszeitraum hat sich hier wenig bewegt. Die 426 erlegten Auerhahnen waren sogar eine Spur mehr, als zu erwarten. Gleichzeitig wurden 1.446 Birkhahnen entnommen \u2013 um 94 weniger als im Jahr davor. Mit 68 Haselhahnen t\u00fcmpelt das kleinste Raufu\u00dfhuhn auf sehr tiefem Level vor sich hin. Auch mit der Waldschnepfe ging es wieder einmal bergab. Die 1.383 Langschn\u00e4bel entsprechen einem R\u00fcckgang von fast einem Drittel. Fasane haben sich gut gehalten. 54.089 hingen am Wildgalgen, um zwei Prozent weniger als 2024. Keine nennenswerten Ver\u00e4nderungen gab es bei den Rebh\u00fchnern mit 2.575 V\u00f6geln \u2013 l\u00e4cherliche drei davon in der Steiermark und keiner in Salzburg. Auch die Wildtauben waren in ihrer Zahl von 8.917 St\u00fcck r\u00fcckl\u00e4ufig. Das entspricht einem Minus von 12,5 Prozent. Beim Wasserwild f\u00fchren die 28.906 Wildenten die Zahlrenreihe an \u2013 ein Plus von 5,8 Prozent. Auch Wildg\u00e4nse wurden mit 1.714 etwas mehr zur Strecke gelegt als im Jahr davor. Bei den Blessh\u00fchnern nahm der Wert um fast 40 Prozent zu. Angesichts der Gesamtstrecke von nur 184 dieser Rallen ist das in absoluten Zahlen aber auch nicht viel.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Es wurden 139.600 g\u00fcltige Jahresjagdkarten ausgestellt und damit gleich viele wie im Jahr davor. Dass sich dieser neue Trend angesichts der Waffengesetzgebung \u00e4ndert, ist anzunehmen. Die Zahl der Jagdgastkarten ging um 5,3 Prozent sogar auf 10.900 zur\u00fcck.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;<em>Stefan Maurer<\/em><\/p>"}},{"identifier":"dd62c015-022d-41bd-91f2-7bf1b03e618b","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"caption":""}}]}