{"identifier":"e17317e2-ef7f-4d70-939c-7962951d6b4b","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Sauen jagen im Wechselwildrevier ","subTitle":"Das typische Wechselwildrevier f\u00fcr Schwarzwild ist das Feldrevier, das mit Bauernw\u00e4ldern durchsetzt ist. Sie dienen nur selten als Einstand, wo die Sauen auch tags\u00fcber f\u00fcr eine Dr\u00fcckjagd anzutreffen w\u00e4ren. So kommen sie meist sp\u00e4t in der Nacht von au\u00dferhalb, verursachen hier und dort Wildsch\u00e4den und verschwinden dann wieder auf unbestimmte Zeit. Eine erfolgreiche Saujagd braucht unter diesen Vorzeichen einen langen Atem.","teaserText":null,"uriPathSegment":"sauen-jagen-im-wechselwildrevier","dateTime":{"date":"2026-10-29 01:00:00.000000","timezone_type":3,"timezone":"Europe\/Berlin"},"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/93bf652fb48b9611b39e5e0aaa1c94fa04edc1d6\/Bilder_1200x616_Meyer_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"b94f7cd2-166b-4fdf-a47c-17ef2be52697","title":"Praxiswissen f\u00fcr Revierbetreuer"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"47b2f945-fa63-427e-a831-4243e9cfbadb","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Gegen vier Uhr morgens fallen mir immer wieder die Augen zu. Die M\u00fcdigkeit f\u00fchrt auch dazu, dass ich trotz warmer Kleidung anfange zu frieren. Nun sitze ich schon die dritte Nacht in Folge an der von Sauen frisch umgedrehten Wiese. Das W\u00e4rmebildger\u00e4t zeigt im ganzen Tal nur vertraut ziehendes, \u00e4sendes und ruhendes Rehwild. Ich beschlie\u00dfe, zu gehen und noch eine Runde im restlichen Feldteil des Reviers zu drehen \u2013 immer in der Hoffnung, die Sauen vielleicht noch woanders anzutreffen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Das Schwarzwild ist in dem Revier \u00fcber viele Jahre nicht da gewesen. Erst die gewaltigen St\u00fcrmen Wiebke und Lothar einige Jahre zuvor, die in den W\u00e4ldern der Umgebung f\u00fcr dichte Einst\u00e4nde sorgten, und der zeitgleich verst\u00e4rkte Maisanbau auf gro\u00dfer Fl\u00e4che zur Stromgewinnung in den Biogasanlagen schufen ideale Bedingungen f\u00fcr die Sauen. So waren innerhalb weniger Jahre Einst\u00e4nde und energiereicher Fra\u00df nahe beieinander. Die J\u00e4ger waren stolz darauf, nun endlich eine neue und obendrein interessante Wildart ihr Eigen nennen zu d\u00fcrfen. Fortan entwickelte sich die Kirrjagd zum Nonplusultra der Schwarzwildjagd. Doch das einfache Streckemachen hielt nicht lange an, denn Sauen lernen schnell. So schnell und einfach sie im unbekannten Terrain an eine Kirrung zu gew\u00f6hnen sind, so schnell verkn\u00fcpfen sie aber auch, wenn ihnen dort der Abschuss droht.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p><p><strong>Drehen an der Eskalationsspirale&nbsp;<\/strong><\/p><p>In den 1990er-Jahren nahmen die Schwarzwildbegegnungen drastisch zu. Zuerst kamen einzelne \u00dcberl\u00e4uferkeiler, manchmal auch Trupps von ihnen. Sie waren leicht an eine Kirrung zu locken und zu erlegen, da ihnen die Erfahrung fehlte. Wenig sp\u00e4ter best\u00e4tigte man jedoch schon die ersten Frischlinge f\u00fchrenden Bachen. Die Jagd wurde schwieriger. Doch nicht nur die Furcht davor, ein f\u00fchrendes St\u00fcck f\u00e4lschlicherweise zu erlegen, erschwerte die Jagd, sondern das intuitive Sicherheitsbed\u00fcrfnis der Bachen. Die ersten Kirrungen wurden mangels Kenntnissen h\u00e4ufig nur mit Buchenholzteer, der an B\u00e4ume geschmiert wurde, eingerichtet. Um die Sauen l\u00e4nger an dem Platz zu binden, wurde K\u00f6rnermais erst lose offen verstreut, dann vergraben oder in Sektflaschen gef\u00fcllt, so dass die Sauen m\u00fchsam durch Drehen einzelne K\u00f6rner herausbekamen. Mit zunehmender Beobachtung und Erfahrungsaustausch legte man den Sauen den Mais versteckt in Beh\u00e4ltnissen wie Boxen, Tr\u00f6gen oder F\u00e4ssern vor, an die Wilduhren gebunden wurden. Sie sind so konstruiert, dass sie beim Umwerfen stehen bleiben. Akribisch wurden die Zeiten niedergeschrieben und an der Kirrung nach F\u00e4hrten gesucht, um Regelm\u00e4\u00dfigkeiten festzustellen und danach die Ansitze zu organisieren. Aufgrund mangelnder Technik blieben f\u00fcr den Sauansitz ausschlie\u00dflich wenige Tage zwischen Halb- bis kurz nach Vollmond. Nur dann war die Helligkeit gegeben, das Wild halbwegs sicher ansprechen und erlegen zu k\u00f6nnen. Doch auch hier kam bei den dann ansitzenden J\u00e4gern alsbald die Ern\u00fcchterung. Waren die Sauen in den Tagen vor dem Ansitz p\u00fcnktlich um 22 Uhr an der Kirrung, war nach einigen erfolgreichen Versuchen schnell Ende. Was war passiert? W\u00e4hrend man bei den ersten Ansitzen schon am Schrecken der Rehe, die die nun neu im Revier weilenden Sauen auch erst kennenlernen mussten, genau verfolgen konnte, welchen Weg die Schwarzkittel nahmen, bis sie an der Kirrung erschienen und eine Sau erlegt werden konnte, h\u00f6rte man die Rotte sp\u00e4ter lange im Waldschatten, bevor sie austrat. Mit jedem Abschuss wuchs die Vorsicht des Wildes. In der n\u00e4chsten Phase umschlug die Rotte gro\u00dfr\u00e4umig in der Deckung die Kirrung und bekam zwangsl\u00e4ufig irgendwo Wind des ansitzenden J\u00e4gers. H\u00f6rte man sie anfangs noch blasen und davonbrechen, passierte diese Kontrolle zusehends absolut still. Lediglich an den Aufzeichnungen konnte der J\u00e4ger ablesen, dass die Rotte, die vor der Ansitzphase vertraut um 22 Uhr die Kirrung besuchte, jetzt erst auf dem morgendlichen Heimweg, wenn der J\u00e4ger schon wieder zu Hause war, den gedeckten Tisch abr\u00e4umte.<\/p>"}},{"identifier":"1b925008-c11a-4fdd-a608-835eb5b5f6a6","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/532660bc-f0f9-4741-a84e-748b4e3f837a","caption":"<p>Der Einsatz von modernen, funkgesteuerten Wildkameras ist heute \u00fcblich und erleichtert die Jagd immens.<\/p>"}},{"identifier":"cce859cf-de5e-4589-98e9-f7c8b46fa55b","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Der Technik immer voraus<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wenig sp\u00e4ter erschienen dann sogar Wilduhren mit Mehrfachspeicherung der ber\u00fchrten Kirrungen. Im beginnenden Zeitalter des Handys konstruierten pfiffige Techniker die ersten Handymelder. So bekam der Sauj\u00e4ger dann eine SMS auf sein Mobilfunkger\u00e4t, sobald die Kirrungsmelder bewegt wurden. Ein Fortschritt, der sich jagdlich durchaus bemerkbar machte, denn so musste nicht mehr an der Kirrung angesessen werden. Schlechter Wind war Vergangenheit, denn jetzt ging der J\u00e4ger je nach Windrichtung die an der Kirrung im Gebr\u00e4ch stehende Rotte \u00fcber sorgsam gepflegte Pirschwege an, um Erfolg zu haben. Bis heute funktioniert dieses Prinzip unver\u00e4ndert erfolgreich. Lediglich die Kirrungsmelder sind weitgehend durch funkgesteuerte Wildkameras ersetzt worden, um bereits zu Hause auf dem Sofa vor dem Fernseher das Wild ansprechen zu k\u00f6nnen. So kann der heutige Sauj\u00e4ger vom Sofa aus entscheiden, ob sich ein Pirschgang lohnt oder nicht.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">In der Vergangenheit probierten J\u00e4ger so einiges aus, um ihre Kirrungen attraktiver zu gestalten als der Nachbar. So wurden dem Buchenholzteer unterschiedliche Rezepturen zugef\u00fcgt \u2013 bis hin zu Beimischungen von Pheromonen, der Kirrmais wurde mit Maggigew\u00fcrze und besonderen Lockaromen versetzt. Dem Erfindungsreichtum waren und sind bis heute keine Grenzen gesetzt. Es ist dabei immer wieder erstaunlich, wie schnell das Schwarzwild Verkn\u00fcpfungen bestimmter Ger\u00fcche oder Beobachtungen wie Wei\u00dflichtblitz oder der kleinen, roten Kontrolll\u00e4mpchen an den Wildkameras mit der Gefahr, dort erlegt zu werden, herstellt. Meist ergreifen die Sauen sofort die Flucht, verhalten sich misstrauisch in der Deckung oder meiden solch aufgedeckte Pl\u00e4tze konsequent.<\/p>"}},{"identifier":"fb451fba-49f9-4091-896b-ab63d4666f7f","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/cbf5761d-632b-4354-8a22-9ae5700701de","caption":"<p>Geteerte Malb\u00e4ume sind ein Magnet f\u00fcr die Sauen. Wo es mit der Jagd am Malbaum allerdings \u00fcbertrieben wird, werden sie gemieden.<\/p>"}},{"identifier":"c62240e0-785b-48af-9b26-1c1e9fab5d88","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Chinaschilf als Dickungsersatz<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">F\u00fcr den Revierinhaber einer Feldjagd mit Sauen als Wechselwild ist also die Kirrjagd nicht unbedingt die einzige gute L\u00f6sung. Doch auch die Lebensraumgestaltung der wenigen kleinen Waldgrundst\u00fccke wird keine Wirkung zeigen, denn zum einen wird er als Jagdp\u00e4chter keinen Einfluss auf die Gestaltung der W\u00e4lder nehmen k\u00f6nnen und zum anderen m\u00fcssten die kleinfl\u00e4chig eingebrachten Requisiten die Zustimmung des Schwarzwildes finden, um zu bleiben. Sollten die Sauen sich auch nur kurzfristig im Revier stecken, sind schnell organisierte kleine Dr\u00fcckjagden meist sehr effektiv, um Strecke zu machen und dann wom\u00f6glich wieder einige Wochen von den n\u00e4chtlichen \u00dcbergriffen verschont zu bleiben.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Eine gut und leicht zu realisierende Lebensraumverbesserung findet sich in der Landwirtschaft. Sollte es gelingen, g\u00fcnstig gelegene Feldteile mit der N\u00e4he zu oder gar Anbindung an Wasser zu bekommen, auf denen der Landwirt bereit ist, f\u00fcr mehrere Jahre Chinaschilf anzubauen, k\u00f6nnte dieser Teil des Plans aufgehen. Ideal sind Gr\u00f6\u00dfen zwischen ein und zwei Hektar. Zus\u00e4tzlich sollte die ausgesuchte Parzelle in der N\u00e4he von Wald liegen, was das Anwechseln der Sauen erleichtern w\u00fcrde. Generell w\u00fcrde ein ruhiger Revierteil die Annahme durch die Sauen beg\u00fcnstigen. Als Dickungsersatz hat sich eine mehrj\u00e4hrige Chinaschilffl\u00e4che ab dem dritten Standjahr als Schwarzwildeinstand bew\u00e4hrt. Fl\u00e4chen \u00fcber zwei Hektar jedoch lassen sich wieder deutlich schwerer bejagen und geben den Sauen zu lange eine sichere Deckung.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Eine weitere Option f\u00fcr eine g\u00fcnstige Variante der Jagd auf Schwarzwild bietet sich auf den in manchen Landesteilen leider aufgetretenen Kalamit\u00e4tsfl\u00e4chen gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes. So leidvoll die K\u00e4ferholzfl\u00e4chen aus forstlicher Sicht auch sind, den J\u00e4gern bieten sie f\u00fcr mindestens f\u00fcnfzehn Jahre viele Chancen. Denn nicht nur Rehwild, sondern auch Sauen erwarten dort in den n\u00e4chsten Jahren paradiesische Zust\u00e4nde auf den durch Trockenheit, Sturm oder Borkenk\u00e4fer entstandenen Freifl\u00e4chen. Keine andere Wildart hat in den vergangenen Jahrzehnten vom Klimawandel und den teils gravierenden Entwicklungen in der Land- und Forstwirtschaft so profitiert wie das Schwarzwild. Je nachdem wie die Freifl\u00e4chen zuk\u00fcnftig forstwirtschaftlich behandelt werden, zeichnet sich f\u00fcr die Sauen in der Umgebung die zuk\u00fcnftige Entwicklung ab. Zielt man ganz auf Naturverj\u00fcngung ab, ist die Fl\u00e4che schnell dicht mit Brombeere, Himbeere, Ginster und Birke sowie Fichte \u00fcberwuchert. Die Fl\u00e4che ist schnell blickdicht und erschlossen von tunnelartigen Wechseln und Kesseln. Wie ein neuer Lebensraum angenommen wird, h\u00e4ngt von der Intensit\u00e4t von St\u00f6rungen, also der Einsch\u00e4tzbarkeit von Gefahren f\u00fcr die Sauen, ab. Sicherlich erfolgt die erste Besiedlung mit \u00dcberl\u00e4ufern, die sofort energisch bejagt werden sollten.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Dabei darf man nicht erst warten, bis sich die Freifl\u00e4chen zu einem Einstand geschlossen haben. Denn frisch bepflanzte Fl\u00e4chen locken nicht nur Rehwild an. Auch Sauen werden durch den duftenden, umgegrabenen Waldboden angelockt. Wird die Freifl\u00e4che vor der Pflanzung gar bearbeitet, lockt tierisches Eiwei\u00df in Mengen die Sauen auf den Plan. Aber auch die feinen Wurzeln der Pflanzschulware sind durch den h\u00f6heren N\u00e4hrstoffgehalt eine wahre Delikatesse f\u00fcr das Schwarzwild.<\/p>"}},{"identifier":"a88b5199-b105-474a-9162-e29bb5e4efc4","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/396acde2-6b8f-4097-82e6-e913dae5d497","caption":"<p>Mit dem Anbau von Chinaschilf kann der J\u00e4ger zusammen mit dem Landwirt gezielt Schwarzwildeinst\u00e4nde zu deren Bejagung anlegen.<\/p>"}},{"identifier":"fd698db4-5fe2-4d19-b0ac-889b94769902","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Sauenklappen zur gezielten Wildlenkung<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Sollen weite Bereiche zur Wiederauffors-tung f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit gegen den Rehwildverbiss gegattert werden, ergeben sich f\u00fcr die Sauen weitere M\u00f6glichkeiten. Je nach Lage des Forstzaunes wird das Schwarzwild den s\u00fcdlichen Teil bevorzugen, denn im Allgemeinen sind hier auf der wind- und wetterabgewandten Seite die Temperaturen, insbesondere im Winter und Fr\u00fchjahr, milder. Sauen lassen sich meist von Z\u00e4unen, die auf ihren tradierten Wechseln gespannt sind, nicht lange abhalten und umlenken. Bevor sie aber irgendwann selbst auf die Idee kommen, sich hier Zugang zu verschaffen, sollte der J\u00e4ger in Absprache mit dem Eigent\u00fcmer Sauenklappen einplanen. Damit lassen sich die Z\u00e4une nicht nur f\u00fcr anderes Schalenwild lange dicht halten, sondern bilden f\u00fcr eine sp\u00e4tere Jagd regelrechte Zwangswechsel, die sich leicht mit der Aussicht auf Beute von wenigen St\u00e4nden kontrollieren lassen. Gern liegen die Sauen aber auch au\u00dferhalb direkt am Zaun unter den langen Ranken der \u00fcber den Zaun wuchernden Brombeere oder Wildrose. Mit Aussicht auf die durch den Zaun geschlossene Flanke des Kessels scheint ihr hohes Sicherheitsbed\u00fcrfnis voll erf\u00fcllt.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wie lange der neue Einstand f\u00fcr die Sauen interessant bleibt, h\u00e4ngt im Wesentlichen von den gew\u00e4hlten Baumarten ab. Generell sind \u00fcberwiegende Nadelholzbest\u00e4nde die bessere Wahl, denn sie sind nicht nur blickdicht, sondern bieten auch einen guten Wetterschutz. Die momentan neu entstandenen Freifl\u00e4chen werden also bald Dickungscharakter haben und dem Schwarzwild beliebte Einst\u00e4nde bieten. Geschossen werden sollte dort nur zu Beginn, solange die Anpflanzung hinsichtlich Wildsch\u00e4den gef\u00e4hrdet ist. Nach zwei bis f\u00fcnf Jahren sind die Fl\u00e4chen zu Einst\u00e4nden geworden. Sauen sollten jetzt m\u00f6glichst fernab der Einst\u00e4nde an Kirrungen und Wild\u00e4ckern und an den Wechseln dorthin bejagt werden. In den Einst\u00e4nden selbst h\u00e4lt der J\u00e4ger Ruhe und bejagt diese gezielt im Winter in geselliger Runde dr\u00fcckjagderfahrener J\u00e4ger. Je nach Gr\u00f6\u00dfe der Fl\u00e4che sind dann zwei bis drei gezielte Jagden in der Saison realisierbar.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">In der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che hat der J\u00e4ger mit der waffenrechtlichen Zulassung von Nachtsichttechnik zus\u00e4tzlich effektive M\u00f6glichkeiten, zu Schaden gehende Sauen gezielt an den Schadensfl\u00e4chen jagen und damit vergr\u00e4men zu k\u00f6nnen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wichtig f\u00fcr reine Wechselwildreviere scheint mir dennoch der Grundsatz zu sein, sich fr\u00fchzeitig und intensiv mit der Jagd auf Schwarzwild zu befassen. Solange die Zuwanderung nur durch \u00dcberl\u00e4ufer erfolgt, sind Wildsch\u00e4den und der Zeitaufwand f\u00fcr die Jagd \u00fcberschaubar. Ernsthafte Probleme ergeben sich erst, wenn die ersten Sauen sesshaft werden und Rotten entstehen. In der intensiven Landwirtschaft, aber auch in noch f\u00fcr die Niederwildhege und den Artenschutz relevanten Revieren darf sich Schwarzwild nicht festsetzen.<\/p>"}}]}