{"identifier":"9e244901-3c2e-4674-b2be-b5fd84b5f792","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Comment","properties":{"title":"Klima wandelt alles","subTitle":"Editorial","teaserText":null,"uriPathSegment":"klima-wandelt-alles","dateTime":null,"images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"04d3bc56-f096-41aa-a202-f2cfe687f4e4","title":"Editorial"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"3049780e-fd07-4f21-91ff-7e9f525b1276","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Der heurige Sommer war nach Daten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der w\u00e4rmste in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen. Er hat damit das bisherige Rekordjahr 2003 auf Platz eins abgel\u00f6st. W\u00e4hrend uns jetzt zu Beginn des Herbstes die Folgen aus den Augen und aus dem Sinn entschwinden, ist stark anzunehmen, dass in den kommenden Jahren verdurstende Wildtiere, Waldbr\u00e4nde und Ernteausf\u00e4lle die Berichterstattung w\u00e4hrend der Sommermonate erneut bestimmen werden. Europa befindet sich also nicht nur in einem massiven technologisch-wirtschaftlichen Umbruch, auch die konventionelle Land- und Forstwirtschaft wird sich in den n\u00e4chsten Jahren intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen m\u00fcssen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wenn sich Lebensr\u00e4ume grundlegend ver\u00e4ndern \u2013 sei es durch die Umstellung des Anbaues auf andere Feldfr\u00fcchte oder durch neue Baumartenzusammensetzungen im Wald \u2013, bleibt das nicht ohne Auswirkungen f\u00fcr die Entwicklung von Wildtierbest\u00e4nden. Niemand kann dabei in eine Glaskugel blicken, um in die Zukunft zu sehen. Dennoch w\u00e4re es gerade jetzt h\u00f6chst an der Zeit, sich mit s\u00e4mtlichen Lebensraumpartnern \u00fcber m\u00f6gliche Szenarien bzw. Strategien auszutauschen. So k\u00f6nnten z. B. eingefahrene Argumentationsschienen im Rahmen des Forst-Jagd-Dialoges aufgebrochen und unter einem v\u00f6llig neuen Aspekt diskutiert werden. Das Thema Schutzwaldsanierung ist dabei von gro\u00dfer Bedeutung. Zum einen erkennen wir gerade in diesen Zeiten, wie wichtig seine Funktion ist, um Objekte und den Boden selbst zu sch\u00fctzen, zum anderen hat die J\u00e4gerschaft daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass etwa Gamswild in seinem nat\u00fcrlichen Lebensraum in einem gesunden Erhaltungszustand verbleiben kann. Konfrontationskurse und \u00f6ffentlich ausgetragene Pauschalverurteilungen bringen uns da nicht wirklich weiter; zu vielschichtig gestalten sich oftmals die Probleme vor Ort im Kleinen. Deshalb m\u00f6chten wir bei unserer Arbeit im ANBLICK f\u00fcr Sie weiterhin die Augen und Ohren offen halten, um positive Beispiele im Rahmen von Revierreportagen ausgiebig vorzustellen. Wussten Sie etwa, dass es in \u00d6sterreich lediglich zwei kleine Sikawild-Vorkommen in freier Wildbahn gibt und diese bei der aktuellen Diskussion \u00fcber die von der EU geforderte Ausrottung au\u00dfen vor gelassen werden? Eines dieser Reviere haben wir f\u00fcr Sie in Nieder\u00f6sterreich besucht und berichten davon ab Seite 26.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die \u00c4nderungen in der Kulturlandschaft betreffen auch das Niederwild massiv. Wie und welche Chancen sich eventuell f\u00fcr die Zukunft ergeben, das wird im kommenden J\u00e4nner im Rahmen eines gro\u00dfen Niederwild-Symposiums der Steirischen Landesj\u00e4gerschaft in Kooperation mit den Naturwelten und dem ANBLICK bearbeitet. Doch dazu bald mehr ... &nbsp;<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Martin Ossmann<\/em><\/p>"}}]}