{"identifier":"7de80c37-69fa-4c9e-987b-cb07b60ee213","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Nachsuchen auf Fasan und Hase bei Treibjagden","subTitle":"Nicht nur krankgeschossenes Schalenwild muss ordentlich nachgesucht werden. Der weitaus gr\u00f6\u00dfere Teil betrifft das Nachsuchen, das Verlorenbringen von Niederwild nach dem Abblasen eines Treibens oder w\u00e4hrend Streife und Suchjagd.","teaserText":null,"uriPathSegment":"nachsuchen-auf-fasan-und-hase-bei-treibjagden","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/1ba2e64bee2abf3c34494d6e0f0f1e60ae4495d8\/Bilder_1200x931_Praxiswissen_01-1024x794.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"b94f7cd2-166b-4fdf-a47c-17ef2be52697","title":"Praxiswissen f\u00fcr Revierbetreuer"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"72c5e8f4-4a4e-4cdc-a54c-4388ff30fbeb","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Hasen und Kaninchen, Fasane und Rebh\u00fchner sowie Enten und G\u00e4nse werden in der Regel in der Bewegung mit Schrot beschossen. Der Schrotschuss aus einer gut deckenden Flinte wirkt auf eine weidgerechte Entfernung von 25 bis 30 Metern und mit einer auf die Gr\u00f6\u00dfe des Wildes angepassten Schrotst\u00e4rke augenblicklich l\u00e4hmend und t\u00f6dlich. Diese Schockwirkung wird aufgrund eines gleichzeitig und in rascher Abfolge zerst\u00f6renden Einflusses vieler Schrote auf den Wildk\u00f6rper und die lebenswichtigen Organe erreicht. Doch bei einem schlechten Treffer auf die Keulen- und R\u00fcckenpartie des wegfl\u00fcchtenden Hasen beispielsweise hinterlassen die Schrote im Gegensatz zum B\u00fcchsenschuss kaum Schwei\u00df. Bei der anschlie\u00dfenden Nachsuche muss der J\u00e4ger voll auf die Nase seines Hundes vertrauen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Da der Schrotschuss mehrheitlich auf sich bewegende Ziele Verwendung findet, spielt die \u201eSch\u00fctzenstreuung\u201c eine gewichtige Rolle, ob das Wild liegt oder krank fl\u00fcchtet. Neben der passenden Schrotst\u00e4rke und einer vertretbaren Entfernung muss der Niederwildj\u00e4ger auch gewillt sein, unbedingt auf vermutlich krankes Wild nachzuschie\u00dfen und keine Patrone sparen zu wollen. Denn die gro\u00dfz\u00fcgige Streuung der Schrotgarbe beg\u00fcnstigt ein Krankschie\u00dfen mit wenigen vermeintlich unwirksamen Schroten mehr als einen kompletten Fehlschuss. Wei\u00df der J\u00e4ger um das Ergebnis, sollte er stets bem\u00fcht sein, einmal beschossenes Niederwild immer mit einem geeigneten Hund nachzusuchen. Er kann dem Hund viel Hilfestellung geben, wenn er sich auch nach dem Schuss voll auf das zuerst beschossene Wild konzentriert, um dessen Verbleib lange zu beobachten, statt sich anderen St\u00fccken zuzuwenden.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Der Schrotsch\u00fctze lernt in seiner Ausbildung von Anfang an, die Flinte mit beiden ge\u00f6ffneten Augen anzuschlagen. Das F\u00fchrungsauge \u00fcbernimmt das \u201eZielen\u201c, das andere beh\u00e4lt stets die Umgebung im Blickfeld: Hintergrund, Bewegungen und das Zeichnen des Wildes, wenn es den Treffer quittiert. In manchen Situationen ist die Trefferreaktion sehr deutlich, in vielen anderen erkennt nur der erfahrene Flintenj\u00e4ger das unscheinbare Rucken, den gekr\u00fcmmten R\u00fccken oder das Pendeln von getroffenen Gliedma\u00dfen. So gibt es eindeutige klassische Schusszeichen beim Haarwild und den Flugwildarten. H\u00e4ufig jedoch ist das Zeichnen undeutlich und hat flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge. Schlie\u00dflich wird das Wildtier nicht wie beim B\u00fcchsenschuss von einem Projektil getroffen, sondern meist von mehreren Schroten an unterschiedlichen K\u00f6rperteilen. Der erfahrene Niederwildj\u00e4ger erkennt getroffenes Wild aber auch an Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten in der anschlie\u00dfenden Flucht, unnat\u00fcrlicher K\u00f6rperhaltung oder arrhythmischem Schwingenschlag.<\/p>"}},{"identifier":"31ae8d25-2c00-4cbc-8c62-f964fc2c7d80","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/efad4d2a-0540-4399-9859-1ed5c5184be2","caption":"<p>Nach langer Flucht schiebt sich der kranke Hase bei n\u00e4chster Gelegenheit ein.<\/p>"}},{"identifier":"52e6a39b-bd15-450a-b7b1-ea3e9ad65aca","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>Klassisches Zeichnen beim Hasen&nbsp;<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Grunds\u00e4tzlich ruckt ein von Schroten getroffener Hase deutlich, manchmal rei\u00dft er Wolle und muss daher immer mit dem Hund kontrolliert werden. Der Feldhase zeichnet bei einem guten Treffer aus voller Bewegung vorne breitseits auf Kopf, Bl\u00e4tter und Brustkorb mit einem ausgepr\u00e4gten Radschlagen, dem vom Sch\u00fctzen herbeigesehnten Rollieren.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Treffen die Schrote nur einen Lauf, bricht der Hase nach der verletzten Seite zusammen. Der betreffende zerschossene Lauf schlenkert dann. Das ist sehr auffallend bei einem Hinterlauftreffer, bei einem der kurzen Vorderl\u00e4ufe hingegen nur schwer zu erkennen. Sind gar beide Springer gebrochen, versucht sich der Hase vorw\u00e4rtszuschleppen, kommt aber h\u00e4ufig nicht weit, so dass nachgeschossen werden muss, wenn es die Sicherheit erlaubt. H\u00e4ngen beide Vorderl\u00e4ufe getroffen herunter, fl\u00fcchtet der Hase auf den St\u00fcmpfen so schnell, dass man das Handicap nicht bemerkt. Sobald jedoch zwei L\u00e4ufe oder auch nur ein Springer vom Schuss betroffen sind, wird ihn der zum Verlorenbringen angesetzte spurtreue Hund bald greifen k\u00f6nnen. Bei einem zerschossenen Vorderlauf hingegen kann die Verfolgung durch den Hund schon deutlich weiter gehen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Erh\u00e4lt der Hase nur wenige Schrote ausschlie\u00dflich am Kopf, schnellt er mehrfach auff\u00e4llig in die H\u00f6he, bis er verendet liegen bleibt. Sofort t\u00f6dlich auf der Kammer getroffen, schnellt er auch manchmal kr\u00e4ftig mit den Hinterl\u00e4ufen nach. Hat er hingegen nur wenige Schrote in der Lunge oder im Herz, kann die Flucht gerne noch gute hundert Meter weit gehen, ehe er dann verendet. Ein deutliches Zeichnen entf\u00e4llt meist bei diesem Treffer, weshalb eine Kontrolle durch den erfahrenen Jagdhund zwingend angesagt ist.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Weichgeschossene Hasen k\u00f6nnen je nach Druck noch sehr weit gehen, bis sie sich unter Schmerzen einschieben. Sie verenden sicher, oft aber erst am folgenden Tag. Was f\u00fcr den Feldhasen gilt, trifft in den meisten F\u00e4llen und Sch\u00fcssen auch auf Wildkaninchen und den Fuchs zu.<\/p><p><strong>Klassisches Zeichnen bei Fasan und Rebhuhn<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Beide Feldh\u00fchner zeichnen \u00e4hnlich bei gleichen Sch\u00fcssen. Im Gegensatz zu manch anderem Federwild sind die H\u00fchnerv\u00f6gel eher schusshart. Bei einem guten Treffer ruckt der Hahn steif zusammen und f\u00e4llt wie ein Stein zu Boden.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Weitere nicht sofort t\u00f6dliche Sch\u00fcsse best\u00e4tigen das sogenannte Himmeln und Steigen des Fasans. Er zeichnet so, wenn ihn beim Schuss von hinten einzelne Schrote am Kopf, in der Lunge oder in der Bauchh\u00f6hle gro\u00dfe Blutadern getroffen haben. H\u00e4ufig streicht der Vogel erst einige Zeit wie gesund weiter, um dann pl\u00f6tzlich mit immer hastigeren Fl\u00fcgelschl\u00e4gen erst schr\u00e4g, dann aber immer steiler zu steigen. Am Scheitelpunkt seiner Flucht verendet er und f\u00e4llt wie ein Stein zu Boden. Da diese Reaktion auf den Schuss aber mitunter recht weit vom Anschuss erfolgen kann, muss sich der J\u00e4ger die Stelle des Absturzes m\u00f6glichst genau merken. Wird dagegen das Flugwild von den Schroten im Kreuz getroffen, l\u00e4sst es durch die L\u00e4hmung die St\u00e4nder h\u00e4ngen, steigt taumelnd in die H\u00f6he, um dann rasch zu Boden zu gehen und zu verenden oder nahezu bewegungsunf\u00e4hig dort zu verharren und sich vom Hund greifen zu lassen. Der sichtbare Unterschied zwischen dem Himmeln und dem Steigen besteht darin, dass bei Ersterem St\u00e4nder und Sto\u00df die normale Haltung zeigen, w\u00e4hrend sie beim Steigen gel\u00e4hmt herabh\u00e4ngen.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Bei Weidwundtreffern lassen Fasan und Rebhuhn kurz einen oder beide St\u00e4nder h\u00e4ngen, ziehen sie, wenn sie nicht zus\u00e4tzlich getroffen wurden, wieder an und streichen mit auffallend steifer Fl\u00fcgelhaltung weiter. Ein Rebhuhn, das aus einer Kette heraus getroffen wurde, fliegt mit den anderen H\u00fchnern zwar weiter, f\u00e4llt aber rasch zur\u00fcck und geht meist abgesondert zu Boden.<\/p>"}},{"identifier":"460d4491-1ede-4f13-8410-3c4f01dd199b","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/90af8794-53bd-43fe-ad2d-a7c3c208f45f","caption":"<p>Bei der Streife sollten die Hundef\u00fchrer gleichm\u00e4\u00dfig in der Sch\u00fctzenlinie verteilt sein, um \u00fcberall schnell nachsuchen zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die Jagd weiterl\u00e4uft, klinkt sich der Hundef\u00fchrer aus, um den kranken Hasen nach hinten nachzusuchen.<\/p>"}},{"identifier":"56100995-2c53-4f99-a0ff-a74b1f83e328","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Wird der Fasan gest\u00e4ndert, baumelt nur der verletzte St\u00e4nder sichtbar. Ansonsten gesund, verstreicht der Vogel weit. Wird er nicht wieder vom Hund gefunden und vorgestanden, so dass er ein weiteres Mal beschossen werden kann, heilt der St\u00e4nder meist wieder aus, wenngleich er durch den Bruch verkr\u00fcppelt bleibt.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Gefl\u00fcgelte Fasane und H\u00fchnern st\u00fcrzen oder gleiten steil oder flacher zu Boden, je nachdem ob der Oberarmknochen nahe dem Rumpf zertr\u00fcmmert wurde oder weiter vorne die Handschwinge. Mit der noch gesunden Schwinge gleichen sie die Landung aus und beginnen am Boden sofort schnell fortzulaufen. Ist es dem J\u00e4ger gefahrlos f\u00fcr andere m\u00f6glich, dem Wild am Boden einen Fangschuss zu geben, sollte er es unbedingt tun. Anderenfalls darf nicht gez\u00f6gert werden, den Hund z\u00fcgig anzusetzen, dass er das gefl\u00fcgelte Flugwild greift, bevor es weit weg fl\u00fcchten und sich einschieben kann.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Seltener sind Streifsch\u00fcsse am Kopf. Fasan und Huhn st\u00fcrzen sofort herunter, erholen sich aber bald und streichen oder laufen davon. Bei t\u00f6dlichen Kopftreffern hingegen schnellt der Vogel, wild flatternd, mehrfach in die H\u00f6he, um dann schnell zu verenden.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Wenn es sich wie auf der Einzeljagd oder auch mancher Treibjagdform anbietet, wird m\u00f6glichst sofort mit dem geeigneten Hund nachgesucht, denn die fast gar nicht schwei\u00dfende Wundspur des krankgeschossenen Hasen wird nur von sehr wenigen feinnasigen und spurwilligen Hunden nach mehreren Stunden Stehzeit noch zu halten sein. Im praktischen Jagdbetrieb muss sich der angesetzte Hund mit gutem Wind die Spur oder das Gel\u00e4uf des kranken Niederwildes meist selbstst\u00e4ndig suchen und bekommt nicht wie bei der Schleppenarbeit der Verbandspr\u00fcfungen einen fixen Anschuss als erkennbaren Beginn der Verlorenbringerarbeit gezeigt. Vollkommen anders gestaltet sich die Nachsuchenarbeit bei Vorsteh- und Standtreiben, wie sie h\u00e4ufig in gut besetzten Revieren auf Hasen oder Fasan durchgef\u00fchrt werden. So kann man unm\u00f6glich den Hund auf eine Wundspur ansetzen, die ins n\u00e4chste Treiben f\u00fchrt oder f\u00fchren kann. Viel zu leicht w\u00fcrde dort das Wild durch die Hundearbeit gest\u00f6rt und das Treiben rasch wildleer sein. Die zun\u00e4chst aus jagdtaktischen \u00dcberlegungen unterbliebene Nachsuche kann in dem Fall zur\u00fcckgestellt werden, denn meist wird das kranke Wild erneut im anschlie\u00dfenden Treiben vor die Sch\u00fctzen gebracht oder von der Treiberkette verendet gefunden.<\/p>"}},{"identifier":"870b48b4-073f-4a6b-adcb-b18b6fefe25a","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/718c21a1-c4ee-4e85-95cc-1226d64819ae","caption":"<p>Sowohl vor dem Schuss als auch bei der Nachsuche ist der erfahrene und feinnasige Vorstehhund die erste Wahl bei der Jagd auf Niederwild.<\/p>"}},{"identifier":"03556a01-9310-4b73-8011-9ace79f2040c","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p><strong>K\u00fchlen Kopf bewahren!<\/strong><\/p><p style=\"text-align:justify;\">Um den gesamten Ablauf der Treibjagd nicht durcheinanderzubringen und vor allem nicht das Wild in den benachbarten Treiben hochzumachen, darf der Jagdleiter den Jagdg\u00e4sten, die einen Hund mit sich f\u00fchren, nicht gestatten, aufs Geratewohl ihre Hunde zu schnallen. Wer als Sch\u00fctze bei dieser Art von Treibjagden zusagt, erscheint ohne Hund oder l\u00e4sst ihn angeleint neben sich. Vorsteh- und Standtreiben funktionieren nur, wenn es eine klare Arbeitseinteilung f\u00fcr alle Mitwirkenden gibt \u2013 Treiber, Sch\u00fctzen, Hundef\u00fchrer. Dass jeder Sch\u00fctze seinem Ansteller angeschwei\u00dftes Wild unverz\u00fcglich nach Trieb-ende meldet, ist eine selbstverst\u00e4ndliche Bringschuld. Die Nachsuchen werden dann im Anschluss der Jagd von den versierten Hundef\u00fchrern mit ihren erfahrenen und gehorsamen Hunden gemacht, wenn die Jagdgesellschaft beim n\u00e4chsten Treiben ist.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Bei Standtreiben im Wald mit Schwerpunkt Fasan ist es ratsam, wenn der Jagdleiter hinter der Sch\u00fctzenlinie eine weitere Linie mit Hundef\u00fchrern einplant, die gegebenenfalls kranke Gockel erlegen und nach der Jagd den Zwischenraum zur Sch\u00fctzenlinie von den Hunden absuchen lassen. Bei Vorstehtreiben im Feld auf Hasen hat sich bew\u00e4hrt, im weiten Abstand (Gef\u00e4hrdungsbereich je nach Schrotgr\u00f6\u00dfe x 100) jeweils einen Hundef\u00fchrer hinter einer Schirmwand zu postieren, die sich zwischen zwei Sch\u00fctzenst\u00e4nden befindet. So \u00fcberwacht der Hundef\u00fchrer zwei St\u00e4nde und erlegt alle durchlaufenden Hasen als potenziell krankgeschossen. Alle Hasen, die er ebenso fehlt oder die von ihm nicht erlegt werden k\u00f6nnen, werden konsequent vom Hund nachgesucht.<\/p>"}},{"identifier":"609761ab-51cc-4131-ad6b-cc8235622f3c","nodeType":"Neos.NodeTypes:Image","properties":{"image":"https:\/\/www.anblick.at\/media\/thumbnail\/9b9bc220-4cb7-4b32-af6d-64c099c59f41","caption":"<p>Haben die Hundef\u00fchrer am Ende des Treibens erfolgreich nachgesucht, steht einer w\u00fcrdevollen Streckenlegung mit rascher Versorgung des Wildbrets nichts mehr im Wege.<\/p>"}},{"identifier":"8aeb0829-7843-407d-9287-ee4bfd82e328","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Nicht nur der an der Treibjagd teilnehmende J\u00e4ger braucht einen nervenstarken und standruhigen Hund, sondern erst recht der f\u00fcr die Nachsuchenarbeit bestellte Hundef\u00fchrer. Viele Jagdgebrauchshunde sind heute sehr passioniert und temperamentvoll. Insbesondere denjenigen mit wenig Jagdgelegenheiten kann es schon einmal beim Anblick von reichlich Niederwild den \u201eSchalter raushauen\u201c. Aber auch Hundef\u00fchrern mit noch jungen Hunden in der Ausbildung sollten solche Jagden die Gelegenheit bieten, Erfahrungen zu sammeln. Das muss nicht unbedingt im Epizentrum des Treibens passieren, aber es werden sich im Nachgang der Jagd oder aber auch am Folgetag ausreichend Einsatzm\u00f6glichkeiten bieten, wo sie sich auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren k\u00f6nnen, ohne auf ganzer Linie gestresst zu werden. Wo f\u00fcr den jungen, noch unerfahrenen Hund die Umgebungssituation zu viel Ablenkung bieten sollte, wird auf die Freiverlorensuche erst mal verzichtet und versucht, best\u00e4tigte Wundspuren kranker Hasen am langen Riemen zu arbeiten. Aber auch nach so einer beeindruckenden Jagd k\u00f6nnen Hasen- und Kaninchenschleppen, die am langen Riemen ausgegangen werden, wieder dazu beitragen, dass der Hundef\u00fchrer den Dampf aus dem aufgeregten Hund herausnimmt und ihm hilft, sich wieder auf seine Arbeit zu konzentrieren.<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Die Nachsuche krankgeschossenen Wildes ist nicht nur erste ethische Verpflichtung jedes J\u00e4gers, sondern wird f\u00fcr den engagierten und passionierten Hundef\u00fchrer nicht selten sogar zum interessantesten, lehrreichsten und facettenreichsten Abschnitt der gesamten J\u00e4gerei.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Wildmeister Matthias Meyer<\/em><\/p>"}}]}