{"identifier":"1c0936b4-a8ac-4bf5-b356-5ae1a72b41e6","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Rasanter Langstreckenflieger","subTitle":"Die Spie\u00dfente ist die am weitesten verbreitete Entenart weltweit. W\u00e4hrend bei uns nur einige wenige Paare am Neusiedler See br\u00fcten, liegt der Verbreitungsschwerpunkt in Europa vor allem auf russischem Gebiet bis weit in die arktische Tundra, ebenso in Kanada und Alaska.&nbsp;","teaserText":null,"uriPathSegment":"rasanter-langstreckenflieger","dateTime":null,"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/372201e15a4d778f35df229c744806d7248ec20a\/Bilder_1200x616_Mythen_01-1024x526.jpg","images":[],"categories":[],"categories2":[],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"ef2b6407-3c62-4c05-807e-7b58df02738a","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Erpel der Spie\u00dfente zeigen im Prachtkleid eine kontrastreiche in Dunkelbraun, Grau und Wei\u00df gehaltene Befiederung. Die Weibchen tragen dagegen ein schlichtes braun und grau gef\u00e4rbtes Tarngefieder. W\u00e4hrend diese Entenart vorzugsweise in offenen Niederungslandschaften mit gr\u00f6\u00dferen Binnengew\u00e4ssern br\u00fctet, vereinigen sich die V\u00f6gel au\u00dferhalb der Brutzeit&nbsp; teilweise zu riesigen Schw\u00e4rmen, die, etwa im Wolgadelta, gelegentlich aus bis zu 300.000 Individuen bestehen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">Der Name dieser Entenart leitet sich von den im Prachtkleid der Erpel zu einer langen Spitze ausgezogenen Schwanzfedern ab. Auf dasselbe Merkmal verweist auch der wissenschaftliche Name \u201eAnas acuta\u201c, denn \u201eanas\u201c ist die lateinische Bezeichnung f\u00fcr Ente und \u201eacuta\u201c leitet sich vom lateinischen \u201eacuere\u201c ab, was so viel wie \u201esch\u00e4rfen\u201c oder \u201espitzen\u201c bedeutet. Spie\u00df-enten sind au\u00dferordentlich gute und sehr schnelle Flieger und Beringungsfunde belegen, dass diese V\u00f6gel dabei auch enorme Strecken zur\u00fccklegen, wie etwa bei Pazifik\u00fcberquerungen von Hawaii nach Russland oder von Japan bis in den Osten der USA. Die enormen Flugleistungen dieser V\u00f6gel zeigen sich auch am Beispiel einer in Kanada beringten Ente, die in der Folge neun Tage sp\u00e4ter von einem J\u00e4ger in Gro\u00dfbritannien erlegt wurde. So sind diese V\u00f6gel nachweislich in der Lage, in nur einer Nacht an die 560 Kilometer zur\u00fcckzulegen.&nbsp;<\/p><p style=\"text-align:justify;\">W\u00e4hrend Spie\u00dfenten bei uns&nbsp; teilweise geschont sind, z\u00e4hlen sie, wohl nicht zuletzt aufgrund der Herausforderung ihres rasanten Fluges, in zahlreichen anderen L\u00e4ndern zum h\u00e4ufig erlegten und wegen des schmackhaften Fleisches auch sehr begehrten Flugwild. So z\u00e4hlen sie etwa in Kanada und den USA zum jagdlich wichtigen Federwild und obwohl sie dort in manchen Gebieten recht h\u00e4ufig sind, werden die Best\u00e4nde stets kontrolliert und bei \u00dcbernutzung auch phasenweise unter Schutz gestellt. Neben Faktoren wie der intensiven Bejagung oder zunehmenden Lebensraumverlusten stellt auch die Verwendung von Bleischroten sowie der bei Anglern gebr\u00e4uchlichen Bleisenker einen wesentlichen Faktor f\u00fcr die Bestandesabnahmen dar. Besonders Gr\u00fcndelenten, zu denen auch die Spie\u00dfente z\u00e4hlt, nehmen bei der Nahrungssuche h\u00e4ufig im Gew\u00e4sserboden angereicherte Schrotk\u00f6rner auf, was in der Folge oftmals zu Bleivergiftungen f\u00fchrt. In den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, den USA und Kanada ist daher die Verwendung von bleihaltiger Munition bei der Jagd auf Wassergefl\u00fcgel inzwischen weitgehend verboten.<\/p>"}}]}