{"identifier":"040a065a-d332-404a-9ee9-ff4caa4f2bd5","nodeType":"Inoovum.Site:Document.App.Article","properties":{"title":"Windr\u00e4der als Hirschbrunftkiller","subTitle":"Rotorenger\u00e4usche scheinen das R\u00f6hren der Hirsche so stark zu \u00fcberlagern, dass es Einfluss auf den Brunftverlauf hat.","teaserText":null,"uriPathSegment":"windraeder-als-hirschbrunftkiller","dateTime":{"date":"2026-09-30 02:00:00.000000","timezone_type":3,"timezone":"Europe\/Berlin"},"image":"https:\/\/assets.inoovum.io\/_Resources\/Persistent\/6edc1e4931ac5947749f02900e1df25f85eb543d\/e5b5568556b2ca4457f5ebf6772b10ed47df4fbd\/Bilder_1200x616_Reiner_02-1024x526.jpg","images":[],"categories":[{"identifier":"aff27094-6b27-4f5b-9bd4-bfadbb2b7fba","title":"Im Revier"}],"categories2":[{"identifier":"35871666-0e38-4099-abd7-6a714ecba768","title":"Wildbiologische Splitter"}],"public":null},"childNodes":[{"identifier":"c9f4e875-12c4-4086-8e06-41b89e5cc5b1","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":""}},{"identifier":"39eb8d84-42dd-431e-90bc-3abfbde5f0dd","nodeType":"Neos.NodeTypes:Text","properties":{"text":"<p style=\"text-align:justify;\">Wenn \u00fcber die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Wildtiere gesprochen wird, stehen meist V\u00f6gel und Flederm\u00e4use im Mittelpunkt; im Gebirge etwa auch besonders sensible Arten wie Raufu\u00dfh\u00fchner. Gro\u00dfe S\u00e4ugetiere werden deutlich seltener ber\u00fccksichtigt. Dabei k\u00f6nnte selbst die Hirschbrunft von Windkraftanlagen beeinflusst werden. Das R\u00f6hren der Hirsche ist schlie\u00dflich mehr als blo\u00dfe Brunftkulisse. Es dient dazu, Rivalen einzusch\u00fcchtern, Weibchen anzulocken und die eigene St\u00e4rke zu demonstrieren. Portugiesische Forschende wollten deshalb wissen, ob menschlich gepr\u00e4gte Ger\u00e4uschkulissen dieses Verhalten ver\u00e4ndern. Im Lous\u00e3-Gebirge in Zentralportugal installierten sie 29 automatische Audiorekorder, die w\u00e4hrend zwei Wochen in der Brunft regelm\u00e4\u00dfig aufzeichneten. Mehr als 88.000 Hirschrufe wurden anschlie\u00dfend ausgewertet. Dabei zeigte sich ein auff\u00e4lliges Muster: Je weiter die Aufnahmeorte von Windkraftanlagen entfernt lagen, desto h\u00e4ufiger r\u00f6hrten die Hirsche. Auch mit zunehmendem Anteil menschlich verursachter Ger\u00e4usche nahm die Rufaktivit\u00e4t ab. F\u00fcr die Entfernung zu Stra\u00dfen oder kleinen Ortschaften fanden die Forschenden hingegen keinen vergleichbaren Zusammenhang. Ob tats\u00e4chlich der Rotorl\u00e4rm selbst verantwortlich ist, l\u00e4sst sich daraus nicht ableiten. Auch Wartungsarbeiten, bessere Erschlie\u00dfung oder generell mehr menschliche Aktivit\u00e4t rund um die Anlagen k\u00f6nnten eine Rolle spielen. Die Studie zeigt aber, dass bei Windkraft und Wildtieren m\u00f6glicherweise nicht nur Flugrouten oder Lebensraumnutzung ber\u00fccksichtigt werden sollten sondern auch die akustische Kommunikation w\u00e4hrend sensibler Phasen wie der Brunft.<\/p><p style=\"text-align:right;\"><em>Rudolf Reiner<\/em><\/p>"}}]}