Gelungener Landesjägertag in Murau

23.06.2026

Der steirische Landesjägertag stand diesmal ganz im Zeichen der aktuellen Jagdgesetznovelle, bei der Arten wie der Wolf ins Jagdrecht übersiedelt sind. Entsprechend gut war die Stimmung bei Funktionären der Landesjägerschaft als auch politischen Vertretern, die das ermöglicht haben.

Bei schönstem Hochsommerwetter trafen sich am 19. Juni die Delegierten und Gäste zum steirischen Landesjägertag in Murau. Bezirksjägermeister Hannes Kendlbacher stellte den Jagdbezirk in kurzen Worten vor und unterfertigte daraufhin gemeinsam mit der Polizei ein Abkommen, um im Rahmen der Initiative "Gemeinsam Sicher" etwas gegen Verkehrsfallwild zu tun. 

Noch bevor der Festzug vom Schillerplatz zum Brauhaus führte, begrüßte Vizebürgermeister Martin Moser die Anwesenden und bedankte sich bei diesen als auch der Steirischen Landesjägerschaft, in Zeiten von Polemik gerade bei heiklen Themen wie dem Wolf auf der Sachebene zu argumentieren. Moser schlug aber auch die Brücke zur Jagd, die in Murau eine große Rolle spielt.

LJM Franz Mayr-Melnhof-Saurau ging in seiner Rede auf die aktuellen Herausforderungen der Steirischen Jagd ein. "Wenn wir heute zum Landesjägertag zusammenkommen, dann tun wir das nicht nur als Jäger. Wir tun es als Menschen, die Verantwortung tragen: Verantwortung für unsere Wildtiere und ihre Lebensräume, Verantwortung für den Schutz unserer Natur, aber auch Verantwortung für unsere Kulturlandschaft und für kommende Generationen. Aufgrund dieser Verantwortung müssen wir unsere Anliegen klar formulieren und uns stark positionieren: Nicht weil wir unsere Aufgaben nicht oder schlecht erfüllen, sondern weil dieser Aufgabenkatalog für die Jagd immer umfangreicher wird und gleichzeitig viele Menschen vergessen haben, warum es Jagd überhaupt gibt und was sie leistet. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch: Natur- und Artenschutz bedeutet nicht Stillstand, sondern verantwortungsvolle Steuerung. Der Hauptauftrag der Jagd in der Kulturlandschaft ist die Erhaltung und das Management von Wildtieren im landeskulturellen Interesse – Wildtiere sind ein wertvoller Bestandteil der Kulturlandschaft. Als Jägerschaft ist es unsere Aufgabe zu verhindern, dass sie als Teil des kulturellen Erbes unseres Bundeslandes aus dem Landschaftsbild der Steiermark verschwinden oder so ausgedünnt werden, dass sie kein artgerechtes Leben mehr führen können", plädierte der Landesjägermeister an das Publikum.

Geehrt wurden Christian Brückler mit dem Verdienstabzeichen in Gold sowie der langjährige Finanzreferent Günther Hermann mit dem Ehrenring der Landesjägerschaft.