Wo krieg ich nur mein Kitz?

  

In freier Wildbahn Kinder zu kriegen ist nicht einfach. Man muss auf so vieles aufpassen. Man braucht selbst Ruhe und das Kleine braucht auch gefahrlos kurz Zeit, um einmal halb­wegs sicher auf die Beine zu kommen, um der Mama nachlaufen zu können. Der Ort darf nicht zu heiß, kalt, nass oder absturzgefährdet sein. Man muss sich also einen rundherum sicheren Ort suchen, wo man sich auf die Geburt konzentrieren kann.    

 

 

 

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Aufgepasst!

  

Die Fasanhenne wird bald mit der Eiablage beginnen. Sie ist gerade auf ihrer Frühstücksrunde und sucht besonders nährstoffreiche junge Triebe. Sie braucht bald viel Energie zum Brüten. Störungen wie einen lästigen Seppl kann sie gar nicht brauchen ...     

 

 

 

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Eierdiebe?

  

Seppl kann es kaum glauben: Die Kinder tragen Eier aus der Wiese! Das kann doch nicht wahr sein! Werden da die Nester von bodenbrütenden Vögeln ausgeräumt? Dass die meisten Vögel erst im April oder Mai mit ihrer Brut beginnen, hat er in seinem Eifer übersehen …    

 

 

 

Schlechtwetterprogramm in der Höhle

  

Schnee, Regen, Kälte und Wind! Seppl flüchtet vor dem unwirtlichen Wetter in eine Höhle. Dort findet er uralte Felszeichnungen! Auch unsere Vorfahren haben diese Zufluchtsorte gekannt. Sie haben auf den Wänden der Höhle Tiere dargestellt, die sie jagten und mit denen sie lebten. So weiß man, welche Tiere es damals dort gegeben hat. Oft sind es Arten, die mittlerweile längst aus dem Gebiet verschwunden sind.    

 

 

 

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Sommervogel, Wintervogel

  

Hast du es schon einmal bemerkt? Wenn wir den Lebensraum eines Wild­tieres beschreiben sollen, dann erzählen wir meistens vom Wald, den Wiesen oder Bergen im Sommer. An den Winter wird meist gar nicht gedacht. Aber was ist da anders, außer dass es kälter ist und meist Schnee liegt? Dass Zugvögel im Winter woanders wohnen, ist klar. Aber Vögel, die hier bleiben? Ändern die auch im Winter ihre Gewohnheiten?    

 

 

 

Das besondere Weihnachtsgeschenk

  

Zu Weihnachten möchte man allen, die man mag, eine Freude machen. Aber manchmal ist auch ein bisschen Eigennutz dabei. Auch für einen selbst soll es ja ein besonderes Erlebnis sein. Deshalb muss man genau überlegen, ob die Beschenkten wirklich Freude mit der eigenen Idee haben. Verzicht ist da ein ganz besonderes Geschenk!.   

 

 

 

Begehrte Früchte

  

Im Herbst verlieren viele Futterpflanzen für Wildtiere ihr Laub oder sterben ganz ab. Dazu werden für Wildtiere wichtige Inhaltsstoffe in den Blättern immer weniger. Man muss schon einiges mehr als im Sommer fressen, um satt zu werden. Mühsam, wenn man nicht schon im Sommer angefangen hat, seinen Winterspeck anzulegen.   

 

 

 

Der "rege" Wurm

  

So viel Regen über den Sommer! Überall steht das Wasser in großen Lacken und es spritzt, wenn man über die Wiese läuft. Schlechte Zeiten für die vielen kleinen Lebewesen, die im Boden leben? Die sind ja besonders wichtig! Regenwürmer verbessern nicht nur den Boden, sie lockern ihn auch. Die waagrechten und senkrechten Bohrlöcher können viel Wasser auf­nehmen und so vor Ort speichern, wenn es an der Erdober­fläche wieder einmal viel zu trocken ist.  

 

 

 

Mein Körper ist mein Instrument

  

Schon einmal eine Grille gesehen? Gehört hast du sie sicher schon! Das Männchen hat sich eine 20 cm lange Wohnhöhle gegraben und sitzt nun davor. Es zirpt am Nachmittag und Abend stundenlang, um Weibchen anzulocken. Das Insekt ist laut, man kann eine Grille bis zu 50 m weit hören! Kommt man ihm aber zu nahe, unterbricht es sein Konzert und verschwindet in der Höhle. 

 

 

 

Über und unter Wasser

  

Wasser ist im Sommer ein Spaß und Abkühlung für alle. Auch viele Tiere haben ihren Lebensraum im und ums Wasser. Dort gibt es gleich ganz andere Lebensformen und auch Jagdmöglichkeiten. Wasseramseln tauchen im Bach, um nach Insektenlarven zu suchen. Manche Fledermäuse jagen knapp über der Wasseroberfläche, um die frisch geschlüpften Insekten zu fangen. So unterschiedliche Strategien auf engstem Raum!

 

 

 

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Nervensäge!

  

Seppl ist den vielen Regentagen aus­gewichen und macht einen Ausflug in den Süden. Warm, sonnig, viele Wiesen, alte Obstbäume und Laubwälder: perfekt zum Faulenzen in der Sonne. Seppl ist da Meister! In den warmen Frühjahrsnächten meldet sich aber ein spezieller Vogel: Die kleine Zwergohreule kann ihren monotonen Reviergesang nächtelang singen. 

 

 

 

Wer braucht schon Moos?

  

Es hat schon wieder tagelang nicht geregnet. Ist ja schon richtig fad, immer nur Sonne, heiß und trocken. Keine Naturdusche für Seppl! Und das Wasser im Bach wird auch schon immer weniger und schmeckt nicht mehr so gut. Gut, dass es den schattigen Wald gibt! Und im dunklen Wald gibt es was besonders Angenehmes: feuchtes Moos! Kühle Füße, ein Schnabel voller Mooswasser, auch einmal kurz gewälzt im „kühlen Feucht“!

 

 

 

Menschen „in“ Vogel „out“

  

Häuser mit großen Glastüren oder -fenstern wachsen laufend aus dem Boden. Aber auch auf den gemütlichen Hütten im Wald oder am Berg wird eine verglaste Veranda, die den Wind abhält, gerne aufgestellt. Durchsehen ist für uns Menschen gut, aber für Vögel, die dagegenfliegen, oft tödlich. 

 

 

 

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Feind vermeiden oder vertreiben?

  

Wildtiere fressen Wildtiere. Die Beutetiere versuchen natürlich, den Begehrlich­- keiten der Räuber auszuweichen. Da gibt es viele verschiedene Taktiken: Nicht gesehen werden, schlecht schmecken, davonlaufen oder aber der Feind wird aktiv vertrieben! Krähen hassen besonders zur Brutzeit auf alle möglichen Feinde. Ziel der Attacke ist es, den Räuber zu vertreiben, aber auch den Kollegen zu zeigen, wo und wer der Feind ist. 

 

 

 

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Mit leichtem Gebäck!

  

Seppl sitzt heute im „Autokino“: Zu Ferienbeginn wälzen sich Kolonnen von Autos an ihm vorbei. Da wird man schon nachdenklich: „So viele Autos! Alle bis oben hin voll! So viel Zeug, das ihr in eure Ferien mitschleppen müsst und wieder nach Hause führt. Braucht ihr alle diese Sachen?“ 

 

 

 

Distelzuckerl oder Halskratzerl?

  

Stieglitze sind kleine, bunte Singvögel, die über den Winter auch bei uns bleiben. Aber was frisst man denn als Pflanzenfresser, wenn alles unter der Schneedecke verschwindet? Man kann ja nicht nur von Vogelfutter leben! Stieglitze sind „Distelfinken“. Sind Disteln oder andere langstängelige Pflanzen mit Samen vom Sommer stehen geblieben, ist das ihr perfektes Winterfutter.  

 

 

 

Selber leuchten!

  

 

Seppl hat unter dem alten Nussbaum noch Nüsse gefunden und schlägt gerade seine „Weihnachtsnüsse“ auf. Dabei ist es spät geworden, die Dämmerung ist schon hereingebrochen. Eigentlich sollte jetzt am Boden schon alles dunkel sein. Aber da leuchten doch so seltsame Sterne herauf! 

 

 

 

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Schnee dringend gesucht!

  

 

Schneehühner sind das ganze Jahr „unsichtbar“. Ihr Federkleid nimmt immer die Farbe ihrer Umgebung an. Das geht nicht so schnell wie bei einem Chamäleon, aber dreimal im Jahr wird die Farbe „neu angepasst“. Sie vertrauen auch darauf, dass sie keiner sieht. Aber was passiert, wenn nun mit der Klimaerwärmung der Schnee nicht mehr rechtzeitig kommt? Wird das Schneehuhn es schaffen, sich rechtzeitig umzustellen? 

 

 

 

Braune Bäume

  

 

Vielleicht sind dir heuer die Gruppen abgestorbener Fichten im Wald aufgefallen? Die „Käfernester“? Gesunde Fichten lassen sich nicht so leicht „auffressen“. Erst wenn sie in Stress geraten, weil sie kein Wasser bekommen und das Wetter viel zu heiß und trocken ist, haben die Fichten-Borkenkäfer leichtes Spiel mit ihnen. 

 

 

 

Das „Eulenschema“

  

 

Eulen kennt ja jeder! Das gleiche „Eulenschema“ haben ganz große genauso wie ganz kleine Eulen: das Eulengesicht mit dem Federschleier um die großen Augen, der kugelige große Kopf und eine längliche aufrechte Gestalt. So erkennt jeder Vogel den Fressfeind und alarmiert gleich alle Artgenossen, dass Gefahr droht. Die kleine Meise ist schon ganz aufgeregt, obwohl der Sperlingskauz winzig klein ist.

 

 

 

Klein, aber mein!

  

 

Uiui, da hat sich Seppl mitten im Revier des alten Rehbocks breitgemacht. Der hat das gar nicht gerne – ist doch gerade Rehbrunft! Es kostet viel Energie, das Revier von Konkurrenten frei zu halten und zu sehen, ob vielleicht eine Rehdame auf Besuch kommt. Da sind lästige Krähen gerade unerwünscht.

 

 

 

Sauwetter? Traumwetter!

  

 

Alm, Berg, Wiese – es gibt so viele verschiedene Lebensräume! Aber auch derselbe Lebensraum kann unter unterschiedlichen Wetter­bedingungen plötzlich von ganz anderen Wildtieren genutzt werden. Bist du schon einmal im Regen auf einem Weg gegangen, den du im Sonnenschein gut kennst? Eigentlich alles ganz vertraut, aber doch irgendwie ganz anders. Und dann können plötzlich diese schwarzen Gesellen mitten am Weg hocken, die sich bei Sonnenschein nie zeigen. 

 

 

 

Wo sind meine Glücksbringer

  

 

Es heißt, Rauch- und Mehlschwalben bringen Glück. Und die Schwalben gibt es doch auf jedem Bauernhof! Mittlerweile ist das nicht mehr unbedingt so. Auch Seppl findet heuer „seine“ Schwalben nicht mehr. Das große Insektensterben bringt auch die Schwalben in Bedrängnis. Sie brauchen pro Brut ungefähr ein Kilo Fluginsekten! 

 

 

 

Ziemlich alle wollen mich fressen!

  

 

Schneehasenbabys sind „harte Hunde“. Die Mutter kommt nur in der Nacht vorbei, um ihr Junges zu säugen. Die restliche Zeit ist das Kleine alleine in einem Versteck. Keine Gefährten und nicht immer freundliches Wetter machen es zu einem ganz schön harten Einsiedler. Keine ganz leichte Taktik, um in der extremen Gegend zu überleben. Lass daher ein Hasenbaby in Ruhe sitzen, wenn du einmal zufällig eines findest!

 

 

 

Tot und doch lebendig!

  

 

Wenn ein Baum sein natürliches Lebensalter erreicht, kann er einfach absterben. Er kann auch schon früher eingehen, weil er krank wird oder ihn vielleicht ein Borkenkäfer befällt. In vielen Wäldern sieht man aber keine toten Bäume. Sie werden bereits früher als Nutzholz gefällt oder spätestens nach dem Eingehen aus dem Wald entfernt. Dabei können sie für viele Tiere und auch andere Pflanzen Platz für eine Vielfalt von Leben bieten. 

 

 

 

Selbst reingelegt!

  

 

Menschen haben verschiedene Tricks, Wildtiere anzulocken, indem sie deren Rivalen, Weibchen oder Jungtiere imitieren. Manche Singvögel stehen da nicht viel nach! Sie können ein riesiges Spektrum an unterschiedlichsten Lauten, Geräuschen und Tönen erzeugen. Vor allem Elstern, Eichelhäher oder Stare sind bekannt dafür.

 

 

 

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So ein Gedächtnis-Superhirn!

  

 

Seppl ist verzweifelt. Kalter Winter, eine Menge Schnee und kein Futter in Sicht! Nur dieses Eichkatzerl schaut dick und kugelrund aus. Das hat im Herbst schon vorgesorgt und Nüsse in seinen Verstecken eingelagert. Aber wie findet es die unter dem Schnee? Seppl hat schon nachgesucht, aber gefunden hat er nichts …

 

 

 

Warme Kälte

  

 

Zugvögel weichen der Winterkälte und Nahrungsarmut aus und fliegen in den wärmeren Süden. Aber unsere Kälte ist für andere noch relativ warm! Im Winter haben wir verschiedene Gäste aus anderen nördlichen Ländern. Wenn jetzt z. B. Bergfinken im Norden zu wenig zu fressen finden, kommen sie gerne in größeren Trupps zu uns, fressen Bucheckerln und lassen sich auch gerne im Vogelhäuserl verwöhnen. 

 

 

 

Albtraum Feuerwerk

  

 

Der Himmel explodiert! Die lauten Raketen erhellen den Nachthimmel und machen viel Lärm, von überall hört man Schüsse: Panik pur und ein Schock für alle Wildtiere! Zu Silvester Lärm und Licht zu machen ist eigentlich ein uralter Brauch, um böse Geister fernzuhalten. Aber auch Seppl hat schon schlechte Erfahrungen mit den Raketen gemacht.

 

 

 

Doppelfedermanten

  

 

Die ersten richtig kalten Tage spürt man besonders, wenn man noch die warmen Herbsttage gewöhnt ist. Heute Morgen hat es den ersten Frost, Seppl friert gewaltig. Aber es nutzt nichts, er muss sich langsam wieder auf den Winter umstellen. Das heißt Kälte und wenig zu essen. Aber warum merkt man der kleinen Auerhenne nichts an? 

 

 

 

Naschobst mit Juckpulver

  

 

Hagebutten, die Früchte von wilden Rosen, werden auch „Hetscherln“ genannt. Am Waldrand und am Weg stehen oft große Büsche, die jetzt im Herbst die roten Früchte tragen. Ein bisschen Naschen unterwegs ist ja gut, aber bei Hetscherln muss man vorsichtig sein. Die rote Hülle schmeckt nach dem ersten Frost besonders gut. Aber drinnen steckt ein richtiges Juckpulver!

 

 

 

Es kommt alles raus!

  

 

Ist eine bestimmte Nahrung gerade in Massen verfügbar, stürzen sich alle darauf! Wir Menschen machen's ja auch so, Schwammerl suchen oder Heidelbeeren brocken geht man, wenn sie alle reif sind. Bei Wildtieren ist es nicht anders. Die Heidelbeerzeit ist nun schon fast vorbei, aber man findet immer Hinterlassen­schaften, die verraten, ob die letzten Mahlzeiten aus lauter Beeren oder etwas anderem bestanden haben. 

 

 

 

Der Zeck muss weg!

  

 

Die „Zeckensaison“ hat heuer früh begonnen und wird noch eine Weile dauern. Die kleinen Blutsauger warten im Gebüsch oder in hoher Bodenvegetation auf ihre „Wirte“. Solche schattigen, kühleren Plätze sind bei Zecken, aber auch bei Rehen besonders beliebt. Daher sind Rehe auch sehr häufig von Zecken befallen.