Höhenlagen galten bislang als weitgehend sicher gegenüber Waldbränden. Mit zunehmender Trockenheit ändert sich das drastisch.
Waldbrände verbindet man in Europa vor allem mit dem Mittelmeerraum. Doch eine neue Studie zeigt, dass Feuer zunehmend auch in höhere Lagen der europäischen Gebirge vordringen. Untersucht wurden mehr als 6.200 größere Waldbrände über 800 Meter Seehöhe in acht Gebirgsregionen zwischen 2000 und 2025. Seit 2015 nahm die Feueraktivität deutlich zu, gleichzeitig traten Brände häufiger in Höhenlagen auf, die bisher weitgehend davor geschützt waren. In den Alpen lagen bereits 42 Prozent der untersuchten Brände oberhalb von 1.400 Metern. Berücksichtigt wurden dabei nur Feuer ab einer Größe von 30 Hektar – kleinere Brände fehlen in der Analyse sogar. Entscheidend für die Ausbreitung war erwartungsgemäß vor allem das Klima: Hohe atmosphärische Trockenheit, geringe Bodenfeuchte und wenig Niederschlag begünstigten große Brände. Gerade in höheren Lagen treten Feuer erst unter besonders trockenen Bedingungen auf. Mit zunehmender Erwärmung könnte diese bisherige klimatische "Schutzbarriere" jedoch weiter schwinden. Bemerkenswert ist, dass die Studie nur Daten bis 2025 berücksichtigt. Der heurige Frühling war in Österreich der trockenste der Messgeschichte und bereits Ende Juni wurden mehr als 160 Waldbrände registriert. Was wir 2026 erleben, ist in diesen Ergebnissen also noch gar nicht enthalten.
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