Steirischer Jagdschutzverein

06.07.2026

"anblåsn26" hat gezeigt, dass die Jagdmusik in der Steiermark lebt und durch die Begeisterung der jungen und erfahrenen Musiker eine glänzende Zukunft vor sich hat. 

Das Besucherzentrum Grottenhof in Leibnitz wurde am 16. Mai zum Zentrum der Jagdhornmusik. Beim "anblåsn26", dem 19. Steirischen Jagdhornbläser-Wettbewerb, der in diesem Jahr zugleich als 4. Internationaler Wettbewerb ausgetragen wurde, trafen sich rund 700 Bläserinnen und Bläser, um nicht nur ihr Können zu messen, sondern ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit des Brauchtums zu setzen.

Durch die Teilnahme von 59 Jagdhornbläsergruppen aus Österreich und den Nachbarländern entwickelte sich die Veranstaltung zu einem beeindruckenden musikalischen Großereignis. Der Steirische Jagdschutzverein, der als Veranstalter zeichnete, schaffte es, einen Rahmen zu spannen, der sportlichen Ehrgeiz mit tiefer kultureller Verbundenheit vereinte.

Besonders hervorzuheben ist, dass 27 Jagdhornbläsergruppen aus der Steiermark am Bewerb teilgenommen haben.

Wie Präsident Franz Meran treffend formulierte, ist Jagdhornmusik die "Stimme jagdlicher Tradition, ethischer Grundsätze und gelebten Brauchtums". Sie fungiert als musikalisches Sinnbild einer Kultur, die sich mit der Zeit weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu kappen. Genau diesen Spagat zwischen historischer Verankerung und zeitgemäßer Präsentation meisterten die Teilnehmer auf den beiden Bühnen – der Hof- und der Teichbühne – auf beeindruckendem Niveau. Ob in den Kategorien für Fürst-Pless- oder Parforcehörner: Die fachkundige vierköpfige Jury hatte die schwierige Aufgabe, Nuancen in Ausdruck, Intonation und Interpretation zu bewerten.

Während der Wettbewerb international besetzt war, dominierten steirische Gruppen in mehreren Kategorien das Geschehen. Die hohe Qualität der steirischen Jagdhornbläsergruppen zeigte sich unter anderem darin, dass sie in sämtlichen Leistungsstufen vertreten waren. Dieses breite Spektrum künstlerischer Darbietungen spiegelt die kontinuierliche Tätigkeit der Gruppen bei verschiedensten Anlässen wider. 

Hinter dem reibungslosen Ablauf dieses Großprojekts stand eine monatelange akribische Planung und Vorbereitung durch das Organisationsteam. "Wir haben eine tolle Veranstaltung abgeliefert, bei der sogar der Wettergott ein Einsehen hatte." Das absolute Highlight des Tages war jedoch das große Gesamtkonzert zum Abschluss. Hier verschmolzen alle anwesenden Musikerinnen und Musiker zu einem einzigen gigantischen Klangkörper. 

Präsident Franz Meran nutzte die Abschlussveranstaltung für einen besonderen Dank an das Team im Hintergrund. Ohne das unermüdliche Engagement von Andrea Schrittwieser, Thomas Weinzerl, Gunther Nebauer, Josef Deutscher, Michael Fröhlich und Gerhard Fuchs wäre eine solche Veranstaltung – von der Logistik der Essensmarkerln bis hin zur komplexen Jury-Koordination – nicht realisierbar gewesen. Auch den vielen Sponsoren und Helfern gilt die Anerkennung, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Meilenstein für die steirische Jagdmusik gemacht haben.

"anblåsn26" hat gezeigt, dass die Jagdmusik in der Steiermark lebt und durch die Begeisterung der jungen und erfahrenen Musiker eine glänzende Zukunft vor sich hat.

Alle Ergebnislisten, Impressionen und eine umfangreiche Fotogalerie sind unter www.anblasn.at abrufbar.

Fotos: Foto Resch