StJSV Zweigverein Oberwölz

28.01.2026

Josef Düregger †. Am Heiligen Abend ist Josef Düregger wohlvorbereitet im 91. Lebensjahr im Kreise seiner Familie eingeschlafen. Er durfte auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken. Schon in jungen Jahren, auf seinem Heimathof am Eichberg, wurde bei Josef die Liebe zur Natur und zur Jagd geweckt. 1953 legte er die Jagdprüfung ab. 1964 wurde er Mitglied der Jagdgesellschaft Hinterburg und war bis 2001 Mitpächter sowie von 1995 bis 2001 als Obmann-Stellvertreter tätig. Auch danach blieb er der Jagd verbunden. Josefs jagdliches Wirken war stets von Umsicht, Respekt gegenüber Wild und Natur sowie großer Kollegialität geprägt. Jagdneid war ihm fremd – er freute sich aufrichtig über die Erfolge seiner Weidkameraden. Als "Moar im Egg" bleibt er uns als korrekter, ausgleichender und herzlicher Jäger in Erinnerung. Besonders hervorzuheben ist die große Gastfreundschaft von Sepp und seiner Familie. Viele schöne Stunden durften wir Jäger, Jagdhornbläser und Freunde bei euch am Hof verbringen.

Friedrich Ammer †. Mit großer Betroffenheit haben wir am 1. Dezember vom Ableben unseres Jagd- und Vereinsfreundes Friedl Ammer erfahren. Friedl wuchs am Pemlerhof in Winklern auf und wurde schon früh mit der Jagd vertraut. 1970 legte er die Jagdprüfung ab, 1977 trat er der Gemeindejagd Winklern bei und brachte sich von Beginn an aktiv ein. Sein jagdliches Wirken war stets von Ausgleich, Verantwortungsbewusstsein und dem Bemühen um ein gutes Miteinander mit Grundbesitzern und Bevölkerung geprägt. 1990 wurde Friedl zum Obmann-Stellvertreter des Jagdschutzvereines Oberwölz gewählt. In dieser Zeit entstanden prägende Projekte, allen voran die Hubertuskapelle am Gollibüchel, deren Idee, Umsetzung und Belebung er maßgeblich mittrug. Dieser Ort wurde zu einem Treffpunkt der Jägerschaft und der Gemeinschaft. 2002 übernahm Friedl die Funktion des Obmannes der Gemeindejagd Winklern sowie jene des Hegemeisters. Auch auf Bezirksebene war Friedl viele Jahre tätig, unter anderem als Hegemeister, Mitglied in Bewertungskommissionen und im Bezirksjagdausschuss. Dabei blieb er stets bodenständig und seiner Herkunft verbunden. Eine besondere Herzensangelegenheit waren ihm die Oberwölzer Jagdhornbläser, die er in vielfältiger Weise unterstützte. Für viele von uns war Friedl ein selbstverständlicher Teil der Gemeinschaft. Am 20. Dezember fand schließlich die feierliche Verabschiedung statt. Rund 100 Jäger haben ihm auf seinem letzten Weg die Ehre erwiesen.

Kurt Draschl †. Am 12. Dezember verstarb Kurt Draschl völlig unerwartet im 65. Lebensjahr. Kurt war über viele Jahre hinweg Mitpächter der Gemeindejagd Schönberg-Lachtal. Mit seiner geselligen Art sorgte er stets für gute Stimmung und brachte sich aktiv und engagiert in das jagdliche Geschehen ein. Besonders bei den Gesellschaftsjagden war er ein geschätzter Teil der Gemeinschaft. Ein besonderes Anliegen war ihm die Fuchsjagd: Alljährlich organisierte er gemeinsam mit den Fuchsjägern die "Nacht des Fuchses" im Lachtal, die stets mit einer feierlichen Streckenlegung und einem anschließenden Schüsseltrieb ihren würdigen Abschluss fand. In den letzten Jagdperioden war Kurt Draschl zudem Abschussnehmer der Eigenjagd der Agrargemeinschaft Großes Lachtal, die er mit viel Elan, Freude und Verantwortungsbewusstsein bejagte. Gerne nahm er Jagdfreunde und Jungjäger mit auf die Alm, um gemeinsam anzusitzen und seine Erfahrung weiterzugeben. Eine große Abordnung seiner Jagdfreunde begleitete ihn in Schönberg auf seinem letzten Weg – ein stilles Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit.

Carina Taferner