StJSV Zweigverein Radkersburg-Mureck

28.01.2026

Waldweihnacht. Am kürzesten Tag im Jahr, am Abend des 21. Dezembers, hatte die Ortsstelle Halbenrain zur stimmungsvollen Waldweihnacht eingeladen. Pfarrer Thomas Babski feierte mit Jägerfamilien und Mitfeiernden aus der Bevölkerung, darunter viele Kinder, eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Messe mitten im Wald des Eigenjagdreviers der Familie Gruber. Spärliches Licht der Laternen und der Schein der Feuerstelle gaben dem nebelverhangenen Wald eine heimelige und gleichzeitig würdevolle Stimmung. Einem gotischen Dom gleich überdachten die Baumkronen des Mischwaldes den Ort der Waldweihnacht. Die Jagdhornbläsergruppe Straden gestaltete die Waldweihnachtsmesse musikalisch. Einbegleitet von der Hundefanfare, erbat Pfarrer Thomas zum Abschluss den Segen für die mitgeführten Jagdhunde und alle Wildtiere allgemein. Im Anschluss wurde eingeladen, die zwei mit Kerzlein beleuchteten Christbäume "abzuräumen". Einer war mit Süßigkeiten für die Kinder gerichtet und der zweite, mit Leckerli behangen, war den treuen vierbeinigen Jagdhelfern gewidmet. In seinem sehr persönlichen Grußwort übermittelte BJM-Stv. Gerhard Haas Weihnachts- und Neujahrswünsche. Für ihn werde mit der Waldweihnacht erst die Stille der Weihnachtszeit spürbar. Zum Aufwärmen hatten Jäger aus Halbenrain Tee und Glühwein vorbereitet. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen der Waldweihnacht beigetragen haben. 

 

Josef Großschädl †. Unser Herrgott und für uns Jäger der allerhöchste Jagdherr hat Josef Großschädl vlg. Koasaweber heimgeholt in die unendliche Herrlichkeit seines himmlischen Reviers. Gesegnete 90 Lebensjahre waren ihm und seiner Familie mit dem Vater, Großvater, Urgroßvater und Onkel geschenkt. Im 91. Lebensjahr hat er alles losgelassen, um heimzukehren zum himmlischen Vater.

Loslassen ist dem Koasaweber nicht leicht gefallen, war er doch Bauer mit Leib und Seele. Mit Leidenschaft und Zähigkeit verrichtete er seine Arbeiten in der heimischen Landwirtschaft und auch überbetrieblich mit dem Mähdrescher, woraus er Freude und Zufriedenheit schöpfte. Die Jagd gehörte für Josef Großschädl in logischer Verbundenheit zum Bauersein einfach dazu. Als langjähriger Pächter betreute er einen Revierteil im Jagdrevier Hürth. Es war ihm ein Anliegen, dass dem Wild und seinen Bedürfnissen in der Kulturlandschaft der entsprechende Platz eingeräumt wird.

Der Steirische Jagdschutzverein würdigte das mit dem Ehrenzeichen in Bronze. Josef Großschädl war dem Steirischen Jagdschutzverein 1962 beigetreten. Für die langjährige treue Mitgliedschaft und Mitarbeit wurde er mit dem silbernen Jubiläumsabzeichen für 25 Jahre und mit den goldenen Jubiläumsabzeichen für 40, 50 und 60 Jahre treue Mitgliedschaft mit dem goldenen Tannenbruch geehrt.

Jagdhornbläser aus dem Zweigverein Radkersburg-Mureck und Jagdkameraden begleiteten den Koasaweber Seppl auf seinem letzten Erdenweg. Weidmannsheil und Weidmannsruh!

HR DI Franz Patz